A is for Abstinence

Autorin: Kelly Oram

Verlag: One

Erschienen: 28.7.2020

Seitenzahl: 336

ISBN: 978-3-8466-0099-3


„Aber das hier ist kein Lebewohl. Diesmal werde ich dich nicht einfach so gehen lassen.“ „Kyle…“ „Nein. Diesen Fehler habe ich einmal gemacht. Ich werde ihn nicht wiederholen.“ (S. 97+98)

Darum gehts:

Im ersten Band von Kelly Orams Kellywood-Dilogie stand Valerie im Fokus. In diesem zweiten Band ist es nun Kyle, aus dessen Sicht erzählt wird. Er ist erwachsener geworden und ist nun endlich bereit wirklich für Valerie zu kämpfen und sich auf eine echte Beziehung einzulassen.



Das sage ich…

...zum Inhalt:

Ich fand es echt toll im zweiten Teil einen anderen Blick auf die Geschichte zu bekommen. Die Geschichte setzt nach einem Zeitsprung von vier Jahren wieder ein, was ich wirklich sinnvoll gewählt fand. Dieser Zeitsprung ermöglicht es nämlich in gewisser Weise sowohls Kyle, als auch Val, noch einmal neu kennenzulernen und gleichzeitig die V is for Virgin-Kampagne aus dem ersten Band in den Hintergrund rücken zu lassen. Das führt dazu, dass eine ganz neue, tolle Liebesgeschichte enstehen kann, die zwar vom ersten Band stark geprägt, aber eben keine einfache Weiterführung ist. Das Ende hat mich jedoch enttäuscht. Für mich war es einfach zu abrupt und fühlte sich im Zusammenhang mit der vorherigen Geschichte zu wenig vorbereitet an.

…zu den Protagonisten:

Valerie ist, wie im ersten Band, eine tolle Protagonistin. Der Zeitsprung zeigt, dass sie nicht nur die temporäre Aufmerksamkeit, die sie im ersten Band durch die Kampagne bekommen hat, gut zu nutzen weiß. Sie ist eine Powerfrau, weiß nach wie vor, was sie will, und hat es in der kurzen Zeit wirklich zu etwas gebracht. Gleichzeitig ist sie der Peson im ersten Band zu 100 % treu geblieben, was ich wirklich gut und auch notwendig fand. Die Überzeugung hat sich nicht geändert, und doch geht sie durch das Leben und den zeitlichen Abstand noch einmal anders auf Kyle zu und anders mit der ganzen Thematik der Enthaltsamkeit um.

Ich fand dieses Buch vor allem wegen Kyle toll. Wir bekommen die Geschichte aus seiner Sicht erzählt und so einen Einblick in das, was ihn wirklich ausmacht. Er ist nach wie vor der Rockstar, der sehr überzeugt von sich ist und auch er hat seine Position in der Zwischenzeit nicht komplett geändert. Allerdings hat auch er sich toll entwickelt und so nimmt man ihm sein Interesse an Valerie wirklich ab und kann seine Position super verstehen. Er wirkt zwar, durch die Thematik und seine Position dazu, immer noch ein wenig sexbesessen, aber er bekommt Gelegenheit mehr zu sein. Zum Beispiel, wenn er für seine beste Freundin da ist und wirklich Tiefgang beweist. Er bekommt die Chance sich tatsächlich zu erklären, sodass dieses oberflächliche nicht das Bild ist, das am Ende von ihm bleibt.

Lobend erwähnen muss ich hier auch noch einmal die Beziehung der beiden und wie sie dargestellt wird. Die beiden reden miteinander, sind ehrlich, respektvoll und hören sich zu. In vielen Situationen hat man so wirklich das Gefühl, dass Beide reifer geworden sind und wirklich gut zusammenpassen. Auch die kleinen, liebevollen Sticheleien haben nicht aufgehört und ergänzen diese ernsthaftere Seite toll. Zudem tauchen auch einige Nebencharaktere wieder auf und neu auf, die die Beziehung vorantreiben und spannend machen.

…zum Stil:

Wie beim ersten Band und bei der „Cinder und Ella“-Dilogie, lässt sich hier nur wieder sagen, das Kelly Oram wirlklich gut mit Worten umgehen kann. Teilweise sehr kitschichg, aber immer feinfühlig und mitreißend.


Heißt also:

„A is for Abstinence“ ist ein toller zweiter Band. Eine Fortsetzung, die sich wirklich lohnt und meiner Meinung nach auch besser, als der erste Band ist.

Bewertung: 4 von 5.

(P. S. Vielen lieben Dank an den One-Verlag und die Bloggerjury für das Rezensionsexemplar 🙂 )

Wie die Ruhe vor dem Sturm

Autorin: Brittainy C. Cherry

Verlag: LYX

Erschienen: 29.6. 2020

Seitenzahl: 448

ISBN: 978-3-7363-1279-1


Es war mehr als 15 Jahre her, anderthalb Jahrzehnte voller Wachstum, Veränderung, Höhen und Tiefen.

Darum gehts:

Ellie und Grey lernen sich in der Schule kennen und lieben. Doch das Leben bringt die beiden außeinander, bevor sie eine richtige Beziehung eingehen können. 16 Jahre später kreuzen sich die Wege der beiden wieder, als Ellie eine Stelle als Nanny für Greys Töchter annimt. Doch Grey hat sich verändert.





Das sage ich…

...zum Inhalt:

Dieses Buch hat mich restlos begeistert. Die Geschichte folgt zwar vielen für NA-Romane sehr typischen Handlungsverläufen, aber trotzdem ist sie neu und frisch und beweist wieder einmal, warum New Adult so ein beliebtes Genre ist. Es geht umVerlust, es geht um den Umgang mit Trauer, es geht darum, was Familie bedeutet und wie wichtig sie ist. Und vor allem ist sie eine Geschichte über Hoffnung. Ein unglaublisch schöner und doch sehr bewegender Blick auf zwei Figuren, die jeder ihr eigenes Päckchen zu tragen haben und doch genau deshalb perfekt füreinander sind und sich gegenseitig retten.

…zu den Protagonisten:

Eleanor ist sofort auf meiner Liste von Lieblingsprotagonistinnen gelandet. Sie ist eine so starke und liebevolle Figur, dass man sie einfach lieben muss. Sie hat das Herz am richtigen Fleck und ist sehr einfühlsam. Das merkt man zum Beispiel an ihrer Beziehung zu ihren Eltern. Außerdem ist sie zu hundert prozent sie selbst, lässt sich darin von niemandem beeinflussen und steht für das ein, was sie denkt. Klar wird das zum Beispiel durch ihre unglaubliche Liebe zu Harry Potter, die sogar so weit geht, das sie auf einer Party lieber den neusten Band liest, als zu feiern. Eine wirklich facettenreiche, sympathische Figur.

Wie schon in der Inhaltszusammenfassung geschrieben, verändert sich Greyson drastisch. Aber weil man ihn eben als Teenie kennenlernt, hat man, wie Eleanor, immernoch die Hoffnung, dass der alte Grey wieder zum Vorschein kommt. Denn Teenie-Grey ist genauso eine tolle Figur, wie Eleanor. Er ist aufopferungsvoll, aufmerksam und sensibel. Er kümmert sich rührend um Eleanor, indem er zum Beispiel verschiedene Dates für sie plant. Der erwachsene Grey ist zu Beginn unglaublich kalt und abweisend. Wirklich unsympathisch und unfreundlich. Und trotzdem gibt es immer wieder Hoffnung, weil zum Beispiel Kapitel aus seiner Sicht geschrieben sind und uns so an seinem Schmerz und seinen Gedanken teilhaben lassen.

…zum Stil:

Ja, sie wird oft so genannt. Aber das finde ich auch wirklich passend. Brittainy C. Cherry ist wirklich die Königin der Emotionen. Sie schafft es mit ihrem Schreibstil fantastisch die wiederstreitenden Gefühle einzufangen. Die verschiedenen Momente: Die verzweifelten, traurigen, die glücklichen, euphorischen und die wütenden, verwirrten. Sie nimmt einen mit und lässt einen alles mitfühlen.


Heißt also:

Ich habe „Wie die Ruhe vor dem Sturm“ geliebt! Eins meiner Jahreshighlights und unbedingte Leseempfehlung!

Bewertung: 5 von 5.

Top 10 – Protagonistinnen

Protagonistinnen in Büchern sind unglaublich wichtig. Eine gute Hauptfigur macht das Buch interessanter, lässt uns leser besser mitfühlen und lässt uns sich mit ihr identifizieren. Deswegen habe ich heute meine Top 10 Protagonistinnen für euch. Eine Liste für Protagonisten wird es natürlich auch noch geben 🙂


10. Meggie Folchert aus der „Tintenwelt“-Trilogie

Meggie ist neugierig, mutig und hat keine Angst den Erwachsenen ihre Meinung zu sagen, obwohl sie noch sehr jung ist. Die ganze Buchreihe über, finde ich, kann man sich toll mit ihr identifizieren und ich mag es, wie man die Welt dieser Buchreihe durch ihre Augen und durch ihre Liebe zu Büchern sieht. Sie lässt sich nicht von den Bösen einschüchtern und benutzt ihre Fähigkeiten, um ihrer Familie zu helfen.



9. Sage aus der „Berühre mich. Nicht“-Dilogie

Sage hat in ihrer Vergangenheit unglaublich viel durchgemacht. Sie ist deshalb eine so tolle Protagonistin, weil sie sich nicht unterkriegen lässt. Ganz alleine zieht sie ans andere Ende Amerikas und stellt sich dem neuen Abschnitt ihres Lebens an der Uni. Mutig, hilfsbereit, rücksichtsvoll.



8. Anna Jones aus der „Game On“-Reihe

Nach drei Einträgen auf dieser Liste ist wohl schon klar, dass ich starke Frauenfiguren total mag. Und das ist auch der Grund, warum ich Anna so toll fand, obwohl „Game On“ an sich mich nicht so sehr überzeugen konnte. Sie ist schlagfertig, trotzdem unglaublich liebevoll, und lässt sich von Drews Beliebtheit/Berühmtheit nicht einschüchtern oder beeinflussen. Eine wirklich tolle Figur.



7. Mia Silber aus der „Silber“-Trilogie

Ja, ihre große Schwester Liv ist die eigentliche Protagonistin. Aber weil Mia Silber eine so wichtige Rolle spielt, landet sie trotdzem hier 🙂 Mia bringt die Dinge auf de Punkt, ist wirklich witzig, clever und in manchen Passagen einfach wirklich niedlich. Ich fand auch Liv eine tolle Figur, aber Mia ist mir tatsächlich noch ein bisschen mehr ans Herz gewachsen.


6. Eleanor Gable aus „Wie die Ruhe vor dem Sturm“

Dieses Buch habe ich erst gestern beendet. Und doch ist mir Eleanor/Ellie gleich ans Herz gewachsen. Sie ist so unerschütterlich in ihrem Glauben an das Gute. Sie ist wahnsinnig feinfühlig und trotzdem sehr klar und bestimmt, wenn es um Dinge geht, die ihr wichtig sind. Einfühlsam und witzig und: ein riesiger Potterhead 😉


5. Lily Bloom aus „Nur noch ein einziges Mal“

Auf einer Liste der besten Protagonistinnen muss, finde ich, mindestens eine Figur von Colleen Hoover landen. Denn ihre Figuren sind alle so facettenreich und liebevoll geschrieben und haben alle mindestens eine witzige, ungewöhliche, interessante Eigenschaft. Bei Lily Bloom ist es zum Beispiel ihr Tagebuch, dass in Form von Briefen an Ellen de Generes geschrieben ist. Lily ist so liebevoll zu den Menschen, die ihr am Herzen liegen und auch den anderen. Sie hat ein tolles Händchen für Blumenarrangements und findet in vielen Situationen genau die richtigen Worte. Ich bin ihrer Geschichte so gerne gefolgt und hab ihr das Happy End wirklich gegönnt.


4. Lara Jean Covey aus der „To all the Boys“-Reihe

Ich habe diese Buchreihe geliebt und die Protagonistin hat dazu einen großen Teil beigetragen. Lara-Jean ist so herrlich anders. Sie ist tollpatschig, lebt mit einer rosaroten Brille auf der Nase und hat eine Vorliebe für kitschig romantische Bücher. Sie ist verträumt und trotzdem eine wirklich aufmerksame (beste) Freundin. Ihre Familie ist ihr unglaublich wichtig und sie liebt sie über alles. Ich fand sie so niedlich und erfrischend, dass sie die ganze Reihe über eine tolle Leichtigkeit in die Geschichte bringt.


3. Sawyer Dixon aus der „Again“-Reihe

An Sawyer mochte ich vor allem, dass in ihr so viel mehr steckt, als man nach außen wahrnimmt. Im ersten Buch der Reihe wird sie als die hübsche Zicke vorgestellt. Im zweiten Band bekommt sie ein bisschen mehr Zeit und Entwicklung und mit dem dritten („Feel Again“) bekommt sie ihre eigene Geschichte. Und die hat sie mir endgültig sympathisch gemacht. Sie ist loyal, leidenschaftlich, wenn es um ihr Hobby geht, und für ihre Freunde aufopferungsvoll und eine wertvolle Stütze. Sie ist eine tolle Figur, weil sie zeigt, dass jede Person Unsicherheiten und Ängste hat, egal, wie selbstbewusst sie nach außen wirkt. Das macht sie sehr nahbar und facettenreich.


2. Elamara Rodrigues aus „Cinder und Ella“

„Cinder und Ella“ ist eins meiner Lieblingsbücher. Und Ella hat ihren Teil dazu beigetragen. Sie zeigt, dass auch Buchfiguren verletzlich, unsicher, und sogar depressiv sein dürfen. Und trotzdem ist sie eine Kämpferin, die viel Witz, Beharrlichkeit und Kreativität das Leben meistert und das Buch so am Ende zu einer wirklich bewegenden Geschichte macht.



1. Gwendolyn Sheperd aus der „Edelstein“-Trilogie

Wenn ich an tolle Charaktere denke, ist meine Lieblingsautorin Kerstin Gier immer die erste, die mir in den Kopf kommt. Und Gwendolyn ist nach wie vor eine meiner absoluten Liebligsbuchfiguren. Sie ist super nachvollziehbar und realistisch, durch ihre Tollpatschigkeit. Sie ist, wie sehr viele von Kerstin Giers Figuren super witzig und beweist immer wieder ihr helles Köpchen. Das zeigt sie dadurch, dass sie die ganze Situation, in die sie geworfen wird, immer wieder hinterfragt und auf antworten beharrt. Sie lässt sich nicht herumkommandieren, beweist immer wieder ihre Beharrlichkeit und schafft es so am Ende dem größeren Geheimnis, dass die Geheimloge, um die es geht, hat auf den Grund zu gehen.



Legend – Fallender Himmel

Autorin: Marie Lu

Verlag: Loewe

Erschienen: 10.9.2012

Seitenzahl: 368

ISBN: 978-3-7855-7394-5


Du bist wirklich brilliant.“, sagt er. „Aber du bist auch ein ziemlicher Dummkopf, bei jemandem wie mir zu bleiben.“

Darum gehts:

June und Day stehen auf unterschiedlichen Seiten des politischen Systems: June als Teil des Militärs, Day als Verbrecher, der die Republik stürzen will. Dann führt ein Mordfall June auf Days Fährte. Beide müssen feststellen, dass sie sich vielleicht doch ähnlicher sind als gedacht. Und plötzlich werden so aus Feinden Verbündete in einen noch viel größeren Plan.




Das sage ich…

...zum Inhalt:

Ich habe schon eine Weile keine Distopie mehr gelesen und muss sagen, dass mir diese sehr gut gefallen hat. Sie besitzt viele sehr klassiche Elemente für dieses Genre (zum Beispiel ein Totalitäres System, das hinter den Kulissen die Fäden zieht, eine Figur, die plötzlich ihre Loyalität diesem gegenüber in Frage stellen muss…) und ist doch auf viele Art und Weise neu. Ich möchte hier nicht zu viel vorwegnehmen, aber gerade in Zeiten von Corona lesen sich manche Passagen in einem anderen Licht und sind noch einmal ganz neu spannend und gruselig. Ich mochte die Geschichte und ihren Aufbau. Der Anfang war meiner Meinung nach allerdings ein bisschen träge und hätte ruhig ein bisschen schneller erzählt werden können. Die Exposition, in der man beide Charaktere und die Welt kennenlernt, hätte keine ca. 150 Seiten gebraucht.

…zu den Protagonisten:

Day und June sind beide tolle Protagonisten. Wie in der Kurzzusammenfassung schon angedeutet, sind sie sich auf viele Weisen sehr ähnlich: Beide sind zielstrebig, beide sind sehr intelligent, beide haben ein klares Wertesystem, dem sie folgen, und eine Familie, die sie lieben und beschützen wollen. Diese Ähnlichkeiten haben der Geschichte für mich noch einmal eine tolle weitere Ebene gegeben: Denn der Grund, warum Day und June auf unterschiedlichen Seiten stehen, ist vor allem ihre Herkunft. Im Verlauf des Buches stellt sich der Leser die Frage, wie die Geschichte hätte anders verlaufen können, wenn Day wohlhabend und mit der richtigen Ausbildung aufgewachsen wäre und June in einem Armenviertel ohne Möglichkeiten. Diese Frage stellt das Buch durch June sogar ganz konkret und macht es dazu auch (ein wenig) sozialkritisch. Die beiden sind auf ihre Art jeweils sympathisch und tragen die Geschichte super.

Die beiden Protagonisten haben eine tolle Chemie und Marie Lu schafft es unglaublich gut, die Entwicklung der Beziehung der Beiden zu erzählen. Man spürt als Leser sofort die Verbindung zwischen den beiden und fiebert mit.

Zwei Kritikpunkte habe ich allerdings auch hier: Erstens hat das Alter der Protagonisten mich ein bisschen gestört. Beide sind Teenager und wirken dafür wirklich zu reif. Ich finde die Geschichte hätte genauso gut funktioniert, wenn die beiden nicht 15, sondern Anfang-Mitte zwanzig gewesen wären. Ich finde das hätte auch der Beziehung zwischen den beiden mehr Glaubwürdigkeit/Gewicht verliehen und gleichzeitig nicht den „Wunderkind“-Status der beiden aufgehoben, da sie mit den beschriebenen Fähigkeiten und der beschriebenen Intelligenz auch in diesem Alter noch auffällig gut gewesen wären. Zweitens nimmt die Geschichte erst richtig Fahrt auf, als die Wege der beiden sich kreuzen. Das hätte also für mich deutlich schneller passieren können. Auch in weniger Zeit hätte man beide genug charakterisieren können, um die Begegnung und die vielen Enthüllungen, die sich daraus ergeben bedeutungsvoll zu gestalten.

…zum Stil:

Mir hat Marie Lus Schreibstil wirklich gut gefallen. Es gibt zwar keinen Aspekt, der besonders heraussticht, aber sie erzeugt toll Atmosphäre und bringt die Charaktere voran. Sie hat tolle Beschreibungen, die die Welt plastisch gestalten.


Heißt also:

Ich fand „Legend-Fallender Himmel“ ein tolles Buch, auch wenn es ein paar Schwächen hat und habe es sehr gerne gelesen. Ich freue mich auf Band 2.

Bewertung: 3.5 von 5.

V is for Virgin

Autorin: Kelly Oram

Verlag: One

Erschienen: 29.5.2020

Seitenzahl: 336

ISBN: 978-3-8466-0098-6


„Du willst deine Kampagne ins Internet stellen?“ „Oh ja“

Darum gehts:

Valerie wird von ihrem Freund verlassen, weil sie mit dem Sex bis zur Ehe warten will. Ihre Geschichte findet ihren Weg ins Internet und geht viral. Die Kampagne, die sie anschließend startet bekommt eine Menge Aufmerksamkeit. Auch die von Rockstar Kyle Hamilton, der sich zum Ziel Virgin Vals Meinung zu ändern. Allerdings rechnen beide nicht damit, dass zwischen ihnen tatsächlich Funken sprühen würden.




Das sage ich…

...zum Inhalt:

Ich fand es toll ein Buch über dieses Thema zu lesen. Sexualität ist häufig etwas, was wenig thematisiert und hinterfragt wird. Gerade heutzutage sieht man es häufig in Film und Fernsehen und nimmt es als ganz normalen Teil einer Beziehung hin. Ich fand es gut, dass durch dieses Buch diese Einstellung hinterfragt wird und auch Menschen, die sich bewusst dazu entscheiden zu warten in gewisser Weise eine Stimme bekommen. Gleichzeitig fand ich es schade, dass doch irgendwie ein einseitiges Bild auf das Thema geworfen wird. Zwar verurteilt Valerie niemanden, der seine Sexualität anders lebt, als sie, aber dadurch, dass sie die zentrale Figur ist und wie ihre Kampagne angenommen wird, entsteht doch deutlich eine Botschaft.

…zu den Protagonisten:

Valerie ist eine grandiose Protagonistin! Sie steht für das ein, was sie glaubt. Sie lässt sich nicht beirren in ihrem Standpunkt, setzt sich gegen Gegner durch und ist trotzdem sehr liebevoll und tolerant. Sie ist in dieser Hinsicht ein tolles Vorbild, denn sie zeigt, dass man sehr klar Stellung beziehen kann, ohne andere Meinungen niederzumachen und abzuwerten. Außerdem ist sie schlagfertig und hat einen tollen Humor. Sie weiß, dass manche Menschen (insbesondere Kyle) es lächerlich finden mit dem Sex zur Ehe zu warten und reagiert mit Humor und Witz darauf, was sie wirklich sympathisch macht und ihre Bescheidenheit zeigt.

Kyle ist, wie Brian in „Cinder und Ella“, ein sehr typischer Promi. Selbstverliebt, egoistisch und nicht wirklich empathisch. Aber, auch genauso wie bei Brian, zeigt Kelly Oram auch hier wieder ihr Talent für Charakterentwicklung. Sie schafft es durch viele kleine Momente und die niedlichen Kabbeleien zwischen ihm und Valerie ihn doch irgendwie sympathisch zu machen. Es ist total schön zu sehen, wie er durch die Tatsache, dass er das erste Mal nicht direkt angehimmelt wird und eben nach und nach wirklich mehr für Valerie empfindet, eine Entwicklung durchmacht. Zwar macht er keine 180 Grad-Wende und die Thematik und Valeries sehr klare Haltung lassen ihn machmal wirklich sexbesessen wirken, nichts desto Trotz kann man nicht anders, als sich für die beiden ein gemeinsames Happy End zu wünschen.

…zum Stil:

Kelly Orams Schreibstil fand ich schon in ihrer ersten Dilogie wirklich toll und auch hier zeigt sie wieder, wie toll sie mit Worten umgehen kann. Es gibt witzige Passagen, emotionale, wütende, seltsame und alle werden so erzählt, dass man das Gefühl hat mittendrin zu sein.


Heißt also:

„V is for Virgin“ hat mir sehr gut gefallen! Meiner Meinung nach hätte das Thema jedoch etwas facettenreicher dargestellt werden können.

Bewertung: 4 von 5.

Game On

Autorin: Kristen Callihan

Verlag: LYX

Erschienen: 29.6.2020 (Neuauflage)

Seitenzahl: 512

ISBN: 978-3-7363-1301-9


Ich mag dich. Es ist nur (…) Ich will im Moment keine Beziehung.

Darum gehts:

Anna und Drew lernen sich auf dem College kennen. Sofort ist klar, dass die Chemie zwischen den Beiden stimmt und sie haben einen One Night Stand. Blöd nur, dass sie sehr unterschiedlicher Meinung sind, wie es danach weitergehen soll. Für Anna ist klar, dass sie keine Beziehung will. Für Drew ist klar, dass Anna nicht einfach gehen lassen kann.




Das sage ich…

...zum Inhalt:

Dieses Buch hat mir eigentlich echt gut gefallen. Die Geschichte ist zwar sehr genretypisch und nicht unbedingt bahnbrechend neu, aber die Charaktere sind charmant, das Setting toll und es gibt viele wunderschöne Momente zwischen den beiden Protagonisten. Was ich jedoch sagen muss ist, dass dieses Buch meiner Meinung nach unglaublich viel Potential dadurch vergeudet hat, dass es die sexuelle Anziehung zwischen den beiden so sehr betont und in den Vordergrund stellt. Es tappt in die Falle, in die so manches NA-Buch tappt und stellt durch zu viele Sexszenen solche Passagen in den Hintergrund, die das Potenzial gehabt hätten für richtige Tiefe zu sorgen. Aber dazu bei den Protagonisten mehr.

…zu den Protagonisten:

Drew ist der klassiche NA-Protagonist. Er ist sportlich, beliebt, und selbstbewusst. Und es wird immer wieder betont, wie gut er aussieht. Das ist schon ein Teil meiner vorher genannten Kritik, dass dieses Buch zu sehr auf Erotik setzt. Denn Drew ist so viel mehr. Footballspielen ist seine Leidenschaft, er ist intelligent und später im Buch werden über seine Figur auch Themen wie Zukunfts- und Verlustängste angeschnitten. Er hat ein paar verletzliche Momente, die seinem Charakter wirklich Tiefe verleihen und die mir sehr gut gefallen haben. Schade, dass damit nicht mehr gemacht wurde.

Anna ist ebenfalls eine Figur, durch die man sehr viel mehr hätte erzählen können. Genau wie Drew ist sie intelligent. Sie ist witzig, fürsorglich und sehr ehrgeizig. Ihre Familiensituation ist kompliziert und immer wieder gibt es Passagen, in denen sie sich mit den Vertrauensproblemen auseinandersetzen muss, die dadurch entstanden sind. Diese Passagen sind toll und geben ein gutes Gefühl für sie als Charakter. Auch hier sind diese Passage allerdings zu selten.


…zum Stil:

Meine Kritik zum Inhalt spiegelt sich tatsächlich auch im Schreibstil wieder. Ich finde Kristen Callihan schreibt wirklich schön und findet tolle Worte, wenn es um die ernsteren, emotionalen Momente zwischen Anna und Drew geht. Sie fängt die wiederstrebenden Emotionen toll ein. Gleichzeitig benutzt sie bei den Sexpasagen allerdings eine Sprache, die mir persönlich viel zu derb und plump war. So schade!


Heißt also:

Ein Buch, das mir streckenweise sehr gut gefallen hat, aber leider viel Potential vergeudet.

Bewertung: 3 von 5.

Lesemonat – Juni

Hallo ihr lieben,

Auf Instagram teile ich schon seit ein paar Monaten immer am Ende des Monats bzw. am Anfang des Neuen, welche Bücher ich gelesen habe und habe total Lust bekommen, das auch hier auf meinem Blog zu machen.

Hier kommt also mein Lesemonat Juni.

Ich komme auf 5 Bücher und ein Hörbuch. Schreibt mir gerne in die Kommentare, wie viel ihr gelesen habt, und welches euer Highlight war.


• Lyssa Kay Adams „The secret Bookclub“

Meine Rezension zu diesem Buch habe ich ja gerade vor ein paar Tagen schon gepostet. Ich war echt begeistert von diesem Buch, weil es eine witzige, kreative Idee war, die gut umgesetzt wurde. Ein paar kleinere Kritikpunkte gab es allerdings schon, weswegen ich einen halben Punkt abziehe und 4/5 🌟 vergebe.



• Mona Kasten „Trust Again“

Ich liebe die Again-Reihe und fand die Geschichte um Dawn und Spencer auch beim zweiten Lesen wieder wunderschön. Das Thema vertrauen finde ich in Beziehungen sehr wichtig und fand es richtig gut, wie die beiden an ihrem Vertrauen zueinander gearbeitet haben und voneinander gelernt haben trotz ihrer schweren Vergangenheit sich anderen wieder zu öffnen. 5/5 🌟




• Sarina Bowen „Never let me down“

Ich mochte die Geschichte an sich sehr gerne und fand sie gut umgesetzt. Es war spannend einen Blick hinter die Kulissen des Rockstarlebens zu bekommen, ohne, dass der Musiker auch gleichzeitig der Protagonist bzw. der Schwarm der Protagonistin ist. Außerdem mag ich Sarina Bowen’s Schreibstil richtig gerne! Weil ich das Buch aber streckenweise doch ein bisschen langatmig fand, und mir beim Ende das gewisse Etwas gefehlt hat, gibts einen Punkt Abzug. 4/5 🌟



• Tillie Cole „All your Kisses“

Dieses Buch konnte mich nicht so sehr überzeugen. Fairerweise muss man aber sagen, dass es mich vermutlich vor allem wegen des Vergleiches enttäuscht hat. Denn Tillie Coles Buch „A wish for us“ ist bis jetzt eins meiner Jahreshighlights. Ich muss leider sagen, dass mich bei „All your kisses“ das Alter der Protagonisten und die manchmal sehr kitschigen Liebeserklärungen am Ende doch sehr gestört haben. Und auch wenn das doch gewichtige Punkte sind, war es Alles in Allem aber trotzdem schön zu lesen. Deswegen gibt es trotzdem 3/5 🌟



• Lilly Lucas „New Beginnings“

War das zweite Buch diesen Monat, dass ich zum zweiten Mal gelesen habe, und hat mich wieder zu 100% verzaubert. Die Geschichte von Lena und Ryan spielt in einer traumhaften Bergkulisse, die man sich super vorstellen kann, hat witzige, liebenswerte Protagonisten und ist einfach ein rundum Lesegenuss. 5/5 🌟



• Kelly Oram „Cinder und Ella

Ich hatte Lust mal wieder ein Hörbuch zu hören und habe mich für eins meiner absoluten Lieblingsbücher entschieden. Die Geschichte ist wunderschön, die Protagonisten sind tolle, komplexe Charaktere und das schwierige Thema Verletzung/Behinderung wird in der richtigen Mischung aus ernsten und leichtherzigen Situationen behandelt. Den halben Punkt Abzug gibt es beim Hörbuch dafür, dass ich mich an die beiden Sprecher erstmal gewöhnen musste und erst nach ein paar Kapiteln mit ihnen warm geworden bin. 4,5/5 🌟