Top 10 – Liebesdreiecke in Büchern

Jeder kennt sie: Liebesdreiecke. In vielen Büchern, Filmen und Fersehshows kommen sie vor. Und es gibt sie in so vielen Varianten und aus so vielen Gründen. Hier stell ich euch meine Lieblingsdreiecke vor.


1 – Wanda/Melanie, Ian und Jared („Seelen“)

Gleich der erste Punkt auf dieser Liste ist sehr besonders. Denn eigentlich handelt es sich um zwei Paare bzw. zwei Liebesgeschichten zwischen je zwei Menschen. Was aber, wenn eine eine „Seele“ ist, die einen menschlichen Wirtskörper bewohnt? Ich fand dieses Liebesgeschichte spannend, weil die Linie zwischen Wanda und Melanie teilweise sehr deutlich ist und teilweise sehr verschwommen. Es ist eine vewirrende und komplizierte Situation, die mich gefesselt hat. Die Beziehungen werden wunderschön erzählt mit allen aufs und abs. Es beginnt damit, dass sowohl Wanda, als auch Melanie Jared lieben. Als Ian allerdings mit ins Bild kommt und Wanda Gefühle für ihn entwickelt wird es kompliziert: Denn nun ist es wie gesagt ein Liebesviereck. Und zwar dadurch, dass Wanda und Melanie sich immer noch einen Körper teilen.


2 – Lara-Jean, Peter und John („P. S. I still love you“)

Wer meinen Beitrag zu „To all the boys i’ve loved before“ gelesen hat weiß, wie toll ich den Film und die Buchreihe dazu fand. Lara-Jean und Peter sind super zusammen und zu Beginn des zweiten Bandes folgt man erst einmal Lara-Jean, wie sie Peter ihre Gefühle gesteht. Was ich an diesem speziellen Dreieck so schön finde ist, dass es hier nicht wie ein Ultimatum hingestellt wird und das Mädchen sich unbedingt entscheiden muss. Denn für Lara-Jean ist ziemlich klar, wem ihr Herz gehört. Es geht viel mehr darum, wie uns unterschiedliche Dinge mit Menschen verbinden können und wie uns manchmal andere schöne Freundschaften und Beziehungen erst ganz deutlich machen, was wirklich wichtig ist und uns das schätzen lassen, was wir haben.


3 – Elena, Damon und Stefan („Tagebuch eines Vampirs“)

Ein Liebesdreieck, das ich toll fand, weil es eines von denen ist, bei denen man tatsächlich in beiden Optionen eine gute Partie sieht. Auch wenn das zu Beginn nicht der Fall ist. Damon und Stefan sind Brüder. Sie verlieben sich in das gleiche Mädchen. Catherine. Die Buchreihe erzählt aber nicht die Geschichte dieser drei. Denn Damon und Stefan sind Vampire und nachdem sie feststellen müssen, dass Catherine beide nur benutzt hat, ist es umso dramatischer, als sie einige Jahrhunderte später ihrer Doppelgängerin Elena begegnen. Elena verliebt sich in Stefan und lange Zeit ist Damon einfach der Böse. Verschiedenste Situationen und Umstände führen allerdings dazu, dass auch zwischen Elena und Damon die Funken sprühen. Die Brüder sind so unterschiedlich und gehen so unterschiedlich mit dem Vampir-Dasein um, dass sich zwei Dynamiken entwickeln, die beide auf ihre Weise wirklich toll sind. Auch in der Serie („The Vampire Diaries“), die auf dieser Buchrreihe basiert wird dieses Liebesdreieck aufgegriffen und toll dargestellt.


4 – Katniss, Peeta und Gale („Die Tribute von Panem“)

Ähnlich wie in der „To all the boys…“-Reihe geht es auch hier nicht unbedingt darum, für wen eigentlich das Herz schlägt. Denn in einer Welt so grausam, wie die, in der diese Reihe spielt, ist es nicht einfach überhaupt den Kopf für die Liebe zu haben. Katniss und Gale verbindet eine jahrelange Freundschaft und das gemeinsame Jagen. Die beiden sind ein eingespieltes Team und haben schon viel miteinander erlebt. Und doch ist es Peeta, der mit Katniss in der Arena der Hungerspiele kämpft. Er ist derjenige, der dieses Trauma nachvollziehen kann und mit dem sie eine über längere Zeit gespielte Romanze verbindet. Es ist also durchaus verständlich, dass Katniss sich hin und hergerissen fühlt, als sie erfährt, das beide Gefühle für sie haben.


5 – Ridge, Maggie und Sydney („Maybe Someday„)

Aus irgendeinem Grund ist es fast immer eine Frau, die sich zwischen zwei Männern entscheiden muss. Hier ist es andererum. Und es ist herzzerreißend und schön! Ridge hat eine Freundin. Maggie ist lieb und zuvorkommend und wirklich toll. Doch dann taucht Sydney auf. Diese Geschichte ist so toll, weil sie nicht einfach drei Menschen zusammenwirft. Die beiden Mädchen sind sich durchaus bewusst, dass Ridge zwischen ihnen steht und beide sind verständnisvoll und wollen kein Ultimatum stellen. Ridge ist ebenfalls schön charakterisiert. Man merkt, wie viel ihm an Maggie liegt und wie sehr er ihr treu bleiben möchte.


6 – Clary, Jace und Simon („Chroniken der Unterwelt“)

Noch eine Fantasy-Buchreihe mit einem Liebesdreieck. Dieses hier ist interessant, weil Clary nie darüber nachgedacht hat, dass ihr bester Freund Simon Gefühle für sie haben könnte. Und ganz lange ist die Option einer Beziehung auch einfach nicht gegeben. Es ist super erzählt und toll aufgebaut, wie sich das ganze am Ende doch zu einem Dreieck entwickelt und am Ende auflöst.

7 – Autumn, Connor und Weston („Bring down the stars“)

Eine tolle Idee, meiner Meinung nach nicht so gut umgesetzt. Dieses Liebesdreieck ist für mich eines von denen, bei denen es nicht wirklich zwei Optionen gibt. Denn obwohl Autumn mit Connor zusammenkommt, stand für mich nie wirklich in Frage, dass sie eigentlich mit Weston zusammengehört. Denn Weston ist derjenige, der die Gedichte schreibt, die sie so begeistern und die sie über Connor bekommt. Sie denkt es sind seine. Connor ist ein toller Kerl, aber für mich hatten er und Autum nie wirklich Chemie.


8 – Allie, Noah und Lon („Wie ein einziger Tag“)

Die Jugendliebe ist aufgrund zu großer Standesunterschiede auseinandergegangen. Doch nun steht die Verlobung mit einem Anderen an und plötlzlich ist sie wieder in Gedanken. So geht es Allie, als sie kurz davor ist Lon zu heiraten. Und so sucht sie Noah auf. Lon ist eine sehr gute Wahl und trotzdem kann sie Noah nicht loslassen. Vor allem, als sie erfährt, dass er eigentlich die ganze Zeit wieder Kontakt aufnehmen wollte. Ein wunderschönes Liebesdreieck, das auch wieder toll beide Jungs zu einer realistischen Option macht und uns an den Gedanken der Protagonistin teilnehmen lässt. Die Rahmenhandlung macht das ganze nur noch romantischer.


9 – Cassia, Ky und Xander („Die Auswahl“)

Diese Buchreihe von Allie Condie ist meiner Meinung nach wirklich zu wenig bekannt. Eine wirklich kreative, neue Prämisse und ein Liebesdreieck vom Feinsten. Ähnlich wie in „Die Tribute von Panem“ ist einer der Männer der langjährige beste Freund. Und Cassia freut sich, als Xander derjenige ist, der vom System als ihr idealer Partner ausgesucht wird. Und doch: Als sie von Ky erfährt, der durch einen Fehler ebenfalls in ihrer Auswahl auftaucht, fällt es ihr garnicht leicht die Entscheidung anzunehmen. Eine wirklich schöne und spannende Dystopie mit unterschiedlichen und tollen Dynamiken zwischen der Protagonistin und den beiden Männern.


10 – Bella, Edward und Jacob („Twilight“)

Eines der am meisten diskutierten Liebesdreiecke der Teeniefilm- und Fantasybuchgeschichte. Und trotzdem landet es bei mir an letzter Stelle. Für mich ist verständlich, warum es so spannend ist: Ein Werwolf, ein Vampir und dazwischen ein Mensch. Bella begegnet beiden in komplett unterschiedlichen Situationen und auch hier sind die Dynamiken wieder sehr unterschiedlich. Für mich war es aber leider zu durchschaubar. Bellas Beziehung zu Edward ist meiner Meinung nach sehr ungesund und trotzdem hat man als Leser nie das Gefühl, dass sie Jacob tatsächlich eine Chance gibt. Trotzdem entstehen durch die Natur der beiden Männer immer wieder interessante Situationen mit Bella, die irgendwie vermitteln muss.

Wir sind der Sturm

Autorin: Sophie Bichon

Verlag: Heyne

Erschienen: 11.5.2020

Seitenzahl: 432

ISBN: 978-3-453-42387-9


Als ich aus dem Wohnheim in die Sonne trat, fühlte es sich so an, als wäre das alles, was Paul und ich jemals sein würden: ein unvollendeter Satz, eine halb geschriebene Geschichte, fertig erzählt und doch ohne Ende.

Darum gehts:

Der zweite Band von Sophie Bichons „Wir sind das Feuer“ setzt genau dort an, wo der erste Band aufgehört hat. Es geht um Louisa und Paul, die gerade zueinandergefunden hatten und die jetzt durch ein schreckliches Geheimnis wieder auseinander gebracht werden. Wie gehen sie damit um? Können sie wieder zusammmenfinden?



Das sage ich…

...zum Inhalt:

Ich muss sagen, dass ich zu Beginn ein bisschen genervt von der Geschichte war. Denn das Geheimnis, das Paul hat betrifft auch Louisa und trotzdem weigert er sich mit ihr zu reden und sie mit einzubeziehen. Das erzeugt viel Drama, das nicht nötig gewesen wäre. Und trotzdem fand ich die Geschichte am Ende total schön. Denn Louisa und Paul sind einfach toll zusammen, das Collegeleben ist einfach wieder total schön zu lesen und es wird eine romantische Geschichte! Was mich vor allem versöhnt hat, ist, dass das Drama auf tolle Art und Weise aufgelöst wird. Ich fand die Geschichte am Ende eben doch sehr stimmig und sehr schön. Vor allem die Entwicklung, die die beiden Protagonisten durchmachen, hat der Geschichte noch einmal einen Tiefgang gegeben, den ich so im ersten Band nicht erlebt habe.


…zu den Protagonisten:

Louisa und Paul sind tolle Protagonisten, denen ich gerne wieder ans Redstone-College gefolgt bin. Beide haben ihre eigene Storyline. Beide machen eine tolle Entwicklung durch und sind Charaktere, mit denen man sich gut identifizieren kann. Vor allem Louisas Umgang mit Trauer ist sehr gut und sensibel beschrieben.

Die beiden werden durch einen Pool an Nebencharakteren ergänzt, der einfach wunderbar harmoniert und wieder für viel Witz und Leichtigkeit sorgt. Während Pauls bester Freund Aiden sehr schön die Rolle des Freundes übernimmt, der Paul immer wieder auf den richtigen Weg bringt um ihm eine Ehrlichkeit entgegenbringt, die einfach gebraucht wird, sorgen Bowie und Trish immer wieder für super süße, witzige Szenen, die für eine gute Ballance zu Paul und Louisas Drama sorgen.


…zum Stil:

Sophie Bichon schreibt wie immer: Prägnante Sätze, große Emotionen, schön flüssig wegzulesen. Allerdings muss ich auch sagen, dass Manche Bezeichnungen und Ausdrücke einfach viel zu oft wiedrholt wurden.

Heißt also:

Auch der zweite Band der Restone-Reihe hat mir wieder unglaublich gut gefallen! Ich kann Sophie Bichons Duett sehr empfehlen!

Bewertung: 4.5 von 5.

Top 10 – Buchcover

Heute stelle ich euch meine Lieblingsbuchcover vor 🙂 Sie sind aus allen möglichen Gründen hier gelandet: Weil sie super zum Buch passen, weil die Farben oder die Bilder toll sind, oder auch einfach wegen ihrer Gesamtwirkung. Schreibt mir wie immer gerne, wenn ihr etwas hinzugfügt oder anders einsortiert hättet, oder wenn ihr Ideen für weitere Top 10-Listen habt!


Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte

Autorin: Anne Freytag

Verlag: heyne>fliegt

Erschienen: 27.05.2019

Seitenzahl: 416

ISBN: 978-3-453-27194-4


(…) es ergibt alles Sinn, wir ergeben Sinn, was wir tun, wer wir sind, der Moment.

Darum gehts:

„Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte“ ist die Geschichte von Rosa und Frank. Sie lernen sich in Australien kennen und beschließen nach einer Weile zusammen weiterzureisen. Kurz vor der Abfahrt steht jedoch Franks bester Freund David vor der Tür. Und plötzlich ist es die Geschichte von Rosa, Frank und David. Ein Roadtrip, viele Gefühle und die Frage: Sind drei einer zu viel, oder eben doch genau richtig?



Das sage ich…

...zum Inhalt:

Anne Freytag schreibt tolle Geschichten. So auch hier! Sie nimmt uns in diesem Buch im wahrsten Sinne des Wortes mit auf die Reise. Man bekommt tolle Passagen über die Erlebnisse in Australien. Die Sehenswürdigkeiten, die Aktionen, und die Stimmung des Roadtrips werden allesamt toll eingefangen und beschrieben.

Dieses Buch ist aber für mich vor allem eine Geschichte darüber, was Liebe ausmacht, und was Freundschaft ausmacht. Es ist eine Geschichte über eine wortwörtlich Reise, aber auch über eine Reise im übertragenden Sinne. Denn während die drei Figuren miteinander auf der Reise sind, sind sie auch alle auf der Reise zu sich selbst. Das Gefühl des Außenvorseins, das Gefühl des Dazugehörens, das Gefühl der Nähe, das Gefühl der Ferne: Alle sind Teil des Inhalts dieses Buches und machen es zu einer wirklich bewegenden Geschichte, auch wenn handlungstechnich nicht soo viel passiert.


…zu den Protagonisten:

Ich fand es total spannend Rosa, Frank und David zu folgen. Alle drei Protagonisten sind sehr gut charakterisiert. Sie haben alle drei ihre eigenen Stärken und Schwächen. Sie bekommen alle drei ihre Zeit zu scheinen. Aber sie sind auch alle drei auf dem Weg zu sich selbst, wie ich bereits geschrieben hatte.

Die Entwicklung der Charaktere fand ich richtig toll gemacht. Man merkt richtig, wie alle drei immer mehr herrausfinden, was sie selber brauchen, wer sie selber sind. Gleichzeitig entwickeln sich alle drei Charaktere auch sehr stark zueinander hin und bilden am Ende eine tolle Gruppe.


…zum Stil:

Für mich war tatsächlich der Schreibstil eine der Sachen, die am meisten dazu beigetragen hat, dass mich dieses Buch nachhaltig beeindruckt hat. Anne Freytag hat einen wirklich eigenen, prägnanten Schreibstil. In diesem Buch zum Beispiel benutzt sie kaum Adjektive und schreibt in kurzen knappen Sätzen, die sehr häufig Hauptsätze sind. Es liest sich sehr anders, als andere Bücher und schafft es den Leser genau dadurch zu fesseln. Gleichzeitig wird so viel Gefühl übermittelt und so viel Stimmung erzeugt, wie ich es mit den Merkmalen, die ich gerade genannt habe, nicht für möglich gehalten hätte.

Heißt also:

„Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte“ ist ein unglaublich tolles Roadtripbuch über die Reise dreier Menschen zu sich selbst und zueinander, das ich einfach wunderschön fand.


Bewertung: 5 von 5.

Top 10 – Autoren

In meiner letzten Top 10 – Liste habe ich euch meine Top 10 Autorinnen vorgestellt. Ich lese tatsächlich relativ viele Bücher, die Frauen geschrieben haben. Trotzdem habe ich auch unglaublich viele Autoren, die ich toll finde. Hier kommt meine Top 10 Liste dazu 🙂


1 – John Green

Ich habe bis jetzt noch nicht ein Buch von diesem Autoren gelesen, das mich enttäuscht hat. John Green schreibt Charaktere, die anders sind. Charaktere, die oft Außenseiter sind und Probleme mitbringen. Und in jedem Buch schafft er es den Leser genau in diese Probleme und in diese Gedankenwelt mit hineinzunehmen und Geschichten zu erzählen, die einen am Ende mit Hoffnung entlassen und einen das Leben lieben lehren. Und die eigenen Eigenartigkeiten. Deswegen muss ich ihn ganz klar an den Anfang meiner Liste setzen und ihn meinen Lieblingsautoren nennen.


2 – Roald Dahl

Auch Roald Dahl erschafft immer wieder einzigartige Charaktere und Geschichten. Bei ihm geht es häufig in Richtung skuril und makaber, was ich aber immer sehr gerne mag. Ich liebe seinen britischen, schwarzen Humor und seine kreativen Geschichten.


3 – C. S. Lewis

Ganz anders als die ersten beiden Plätze liegt C. S. Lewis Stärke für mich nicht in seinen Charakteren, die ich trotzdem alle sehr gerne mag, sondern an seinem starken Einsatz von Symbolen. Seine Sprache und seine Geschichten sind so vielschichtig und tiefsinnig, dass man selbst in einem Fantasyepos, wie den Narnia-Büchern, immer wieder versteckte Bedeutungen entdeckt und tolle philosophische und religiöse Thematiken erkennt. Was kein Wunder ist, denn C. S. Lewis schreibt eben nicht nur Romane, sondern hat mit seinen Büchern über den christlichen Glauben auch immer wieder deutlich gemacht, dass er auch sehr intelligent ist und wirklich zum Nachdenken anregen kann. Vor allem „Briefe an einen Unterteufel“ ist ein Buch, das sich wirklich lohnt.


4 – J. R. R. Tolkien

Für mich einer der Meister des Worldbuildings. Tolkien beweist immer wieder, wie gut er darin ist eine ganze Welt zu durchdenken und aufzubauen. Seine Begabung und seine Expertise für Sprache wird ebenfalls in jedem seiner Bücher deutlich. Deswegen gehört auch er unbedingt auf eine Liste meiner Lieblingsautoren.


5 – Walter Moers

Wie Roald Dahl hebt sich auch Walter Moers durch seine sehr anderen und teilweise sehr skurilen Ideen von anderen Autoren ab. Seine Bücher sind witzig, kurzweilig und toll geschrieben. Ich lese ihn deswegen immer sehr gerne 🙂

6 – Jonathan Stroud

Dieser Autor landet einfach dadurch auf dieser Liste, dass ich seine „Bartimäus“-Reihe so gerne mag. Sie ist spannend, kreativ und witzig. Ein tolles Buch von einem tollen Autor, der sich dadurch einen Platz auf meiner Top 10 Liste gesichert hat!


7 – Patrick Süßkind

Das Parfum“ ist ein Buch, das mich wirklich nachhaltig beeindruckt hat. Und einer der Hauptgründe ist der prägnante und unglaublich tolle Schreibstil von Patrick Süßkind. Sein Einsatz von Sprache ist wirklich bemerkenswert. Seine Art und Weise die vielen Brutalitäten und Grausamkeiten, die Jean-Babtiste Grenouille erlebt und selber herbeiführt zu erzählen, schafft es, einem auf der einen Seite Ekelschauer den Rücken herunterlaufen zu lassen und einen auf der anderen Seite durch die staubtrockene Art zum Lachen zu bringen. Dieser Autor ist deswegen von meiner Liste nicht wegzudenken!


8 – Michael Ende

Ein toller Autor, der tolle wichtige Geschichten geschrieben hat. „Momo“ ist mir im Gedächtnis geblieben und „Die unendliche Geschichte“ ist ein Buch, das sich einfach immer wieder lohnt!


9 – Otfried Preußler

„Krabat“, „Die kleine Hexe“, „Der Räuber Hotzenplotz“, „Der kleine Wassermann“ und so viele mehr. Otfried Preußler ist ein Autor, der für mich immer noch einer der ganz großem ist. Und seine Geschichten gehören nach wie vor zu meinen Lieblingen.


10 – Paul Maar

Kurz und knapp: Das Sams. Eine meiner absoluten Lieblingsgeschichten, die ich auch heute als Erwachsene noch toll finde, also gehört der Autor dieser tollen Bücher einfach hierhin.

Never too Late

Autorin: Morgane Moncomble

Verlag: LYX

Erschienen: 27.3.2020

Seitenzahl: 480

ISBN: 978-3-7363-1167-1


Zoé ist meine Unbekannte.

Für ein paar Sekunden bleibe ich wie vom Donner gerührt stehen und weiß nicht, was ich sagen soll. Sie schließt die Augen und seufzt desillusioniert (…)

Darum gehts:

„Never too late“ ist der zweite Teil von „Never too close„. Es geht um Zoé und Jason, die im ersten Band schon als Nebencharaktere auftauchen und in diesem Buch ihre eigene Geschichte bekommen. Nach einem One-Night-Stand, der für beide nicht besonders schön war, müssen die beiden plötzlich feststellen, dass ihre besten Freunde zusammengezogen sind. Sich aus dem Weg gehen wird also schwierig.



Das sage ich…

...zum Inhalt:

Bei diesem Buch ist es mir schwer gefallen nicht den Vergleich zum ersten Band zu ziehen. Und leider muss ich sagen, dass „Never too late“ hier schlecht abschneidet. In meiner Rezension zum ersten Band habe ich geschrieben, das ich es gut finde, dass das Buch zwar einige explizite Passagen hat, es aber schafft nicht zu sehr in Richtung Erotik abzuschweifen. Das ist im zweiten Teil leider nicht gelungen. Auch hier werden andere Themen angesprochen und die Freundschaft zwischen Jason und Zoé basiert nicht nur auf körperlicher Anziehung, aber trotzdem ist das das Thema, das am prominentesten ist. Dies führt dazu, dass die Beziehung zwischen den beiden leider bis zum Ende eher oberflächlich wirkt und nur wenige Momente hat, in denen man als Leser das Gefühl hat, dass die beiden mehr verbindet.

Trotzdem hat mir die Geschichte gut gefallen.

„Never too late“ spielt praktisch zur gleichen Zeit, wie der erste Band. Man bekommt manche Passagen also noch einmal aus einer anderen Perspektive zu lesen, was wirklich witzig ist und gut gelingt! Man bekommt einen tollen Einblick in die Modewelt und auch Passagen, in denen man richtig mitfiebern kann. Es ist wieder eine schöne lockere Geschichte, die gt wegzulesen ist.

…zu den Protagonisten:

Zoé ist eine tolle Protagonistin, weil sie weiß, wofür sie steht. Sie weiß, was sie will und welche Prioritäten sie hat. Außerdem hat sie eine sehr schwere Vergangenheit, was im Verlauf des Buches thematisiert und bearbeitet wird. Ich finde vor allem diese Stellen gut gelungen, weil die Autorin es schafft die Komplexität und die Schwierigkeit solcher Umstände einzufangen. Zoé ist nicht schwach und weiß sich zu helfen, trotzdem gelingt es ihr erst spät die Situation wirklich zu ändern. Ein weiteres Thema/Problem, das über sie als Figur bearbeitet wird, ist der Umgang mit Verlust. Es ist spannend zu lesen, wie Zoé es nach und nach schafft sich zu öffnen, Hilfe anzunehmen und so wieder einen Weg zu finden glücklich zu sein.

Jason ist als Charakter nicht so komplex wie Zoé, was für mich wirklich auffällig war. Er wirkt in manche Passagen sehr oberflächlich und ich finde, dass das gerade in Kombination mit Zoé dazu führt, dass wenig Chemie zwischen den beiden Protagonisten herrscht. Auch Jason hat seine Probleme und Passagen, in denen diese thematisiert werden. Er bleibt also nicht ganz eindimensional. Bei mir ist der Funke allerdings leider bis zum Ende nicht übergesprungen.

…zum Stil:

Morgane Moncombles Schreibstil hat mich auch hier wieder überzeugt. Sie schreibt mit viel Witz, schafft eine gute Atmosphäre und kreirt wieder eine tolle Welt.

Heißt also:

„Never too Late“ ist wirklich lesenswert, auch wenn mir persönlich die Beziehung der beiden Protagonisten zu oberflächlich blieb.

Top 10 – Autorinnen

Ich schwärme hier jetzt einfach mal ein bisschen. Ich finde es sehr schwierig meine Lieblingsautorinnen aufzuführen, da ich einige habe an deren Schreibstil und Geschichten ich einen bestimmten Aspekt sehr schätze. Hier kommt trotzdem mein Versuch sie in Reihenfolge zu bringen. Von vielen habt ihr hier auf meinem Blog auch schonmal gelesen. Nächste Woche stell ich euch dann meine Top 10-Autoren vor. Wie immer gilt: Lasst mich gerne wissen, wie ihr das seht, und wen ihr auf der Liste hättet. 🙂


1 – Cornelia Funke

Für mich ist Cornelia Funke einfach die Meisterin des Erzählens. Ich finde ihre Art mit Worten umzugehen unheimlich gut. Sie erschafft plastische Bilder, erzeugt tolle Stimmung und kreirt kreative und komplexe Welten. Ihr Schreibstil ist sehr beschreibend und in gewisser Weise auch speziell, weswegen ich total verstehen kann wenn ihre Geschichten nicht jedermanns Sache sind, aber für mich ist sie unübetroffen. Ihre Figuren sind vielschichtig und liebenswert, die Geschichten spannend und die Welten wunderschön.


2 – J. K. Rowling

Mit Harry Potter hat diese Autorin eine Welt erschaffen, die so magisch und zeitlos ist, dass ich sie auf dieser Liste unbedingt ganz weit nach oben setzten musste. An J. K. schätze ich besonders ihren Blick für Details. In beiden Buchreihen, die sie geschrieben hat, Harry Potter und die unter dem Psyeudonym Robert Galbraith veröffentlichte Krimireihe über den Privatdetektiv Cormoran Strike – aber in Harry Potter ganz besonders – merkt man, wie sehr sie ihre Charaktere durchdenkt und wie sehr sie ihre Geschichten vorausplant. Häufig streut sie kleine Details ein, die sich später als sehr wichtig herausstellen oder lässt dem Leser plötzlich Verbindungen zwischen Charakteren und Ereignissen klar werden, die man zu Beginn garnicht bemerkt hat.


3 – Kerstin Gier

Kerstin Gier bekommt diesen Platz, weil sie für mich ein großes Talent darin hat Charaktere und Situationen humorvoll zu gestalten. Ihre Figuren haben meistens mindestens eine wirklich witzige Eigenart und die Situationen, in die jene Figuren geraten sind oft auch einfach sehr witzig. Sie schafft es lockere, leichte Unterhaltung zu schreiben und dabei trotzdem immer wieder auch die Emotionen anzusprechen.


4 – Colleen Hoover

Colleen Hoover ist noch so eine Autorin, die ich vor allem für ihre Charaktere schätze. Auch sie gibt ihren Figuren immer das gewisse Etwas, sodass man sich sehr gut mit ihnen identifizieren und ihnen folgen kann.

Vor allem aber hat Colleen Hoover ein Talent dafür in ihren Büchern Themen anzusprechen, die wirklich nicht einfach sind. In „Nur noch ein einziges Mal“ geht es zum Beispiel um häusliche Gewalt, in „Was perfekt war“ um einen unerfüllten Kinderwunsch etc. Für mich besitzen ihre Bücher die angemessene Ernsthaftigkeit, was das Thema selbst betrifft und ordnen die eigentiche fiktionale Geschichte diesem trotzdem nicht unter.


5 – Suzanne Collins

…hat mit der Hunger Games Reihe für mich wirklich ein Must Read des „Fantasy/Science Fiction für junge Erwachsene/Jugendliche“-Genres geschrieben. Die Prämisse ist wirklich neu und die Trilogie hat alles, was das Fantasyherz höher schlagen lässt: Einen gut geschriebenen Bösewicht, eine tolle Heldin, eine Liebegschichte am Rand, Kampfszenen und so weiter. Ihr toller Schreibstil und der Umgang mit den Folgen des ersten Buches im zweiten festigen ihren Platz auf dieser Liste.


6 – Cassandra Clare

Noch so eine Autorin, die eine wirklich originelle Buchreihe geschrieben hat. Ich fand die „Shadowhunters“-Reihe spannend, abwechslungsreich und toll umgesetzt. Clary als Protagonistin war mir sofort sympathisch und das Konzept mit den Runen, die den Schattenjägern Kräfte geben und den verschiedenen Arten von Dämonen fand ich super.

7 – Laura Kneidl

Seit ich vor ca. einem Jahr angefangen habe mehr Bücher aus dem Young Adult – Genre zu lesen ist Laura Kneidl zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden. Sie schreibt tolle Liebesgeschichten, hat eine schöne Sprache mit Hang zum Kitsch, den ich manchmal sehr gerne mag, und schreibt liebenswerte und charmante Charaktere.


8 – Mona Kasten

Wie Laura Kneidl ist auch Mona Kasten durch ihre Young Adult/Romance-Romane zu einer meiner Lieblingsautorinnen geworden. In der „Save“-Reihe hat mir vor allem gefallen, das dort eine Protagonistin ist, die sich nicht einfach alles gefallen lässt und sehr ergeizig ist. Außerdem hat mir sehr gut gefallen, wie Ruby und James aufeinander eingegangen sind und voneinander gelernt haben.

In der „Again“-Reihe fand ich es toll, wie sie die einzelnen Bücher miteinander verwoben hat und so alle Charaktere und Geschichten ausreichen Zeit bekommen haben um entwickelt zu werden und miteinander in Kontakt zu kommen.


9 – Kelly Oram

„Cinder und Ella“ hat mich Anfang 2018 so sehr begeistert, dass ich Kelly Oram einfach auf diese Liste setzen musste.

Ein schöner, leicht zu lesender Stil, eine Protagonistin, die dem Leser zeigt, dass es immer Hoffnung gibt und das Äußere keine Rolle spielt, wenn man wirklich geliebt wird und ein Bookboyfriend, wie er, im wahrsten Sinne des Wortes, im Buche steht.


10 – Stephenie Meyer

Allein die Tatsache, dass die Twilight-Reihe so ein riesiges Phänomen geworden ist, zeigt, dass Stephenie Meyer weiß, was sie tut. Wie ihr schon in meiner Rezension zu „Seelen“ lesen konntet, ist ebendieses Buch das, das ihr wirklich den Platz auf meiner Liste sichert. Hier beweist sie ihr gutes Händchen für Liebesgeschichten und entwirft eine wirklich originelle Prämisse.

Verity

Autorin: Colleen Hoover

Verlag: Bold (dtv)

Erschienen: 13.3.2020

Seitenzahl: 368

ISBN: 978-3-423-23012-4


„Es geht um Verity Crawford“, sagte sie. „Ich nehme an, Sie wissen, von wem ich spreche“

Darum gehts:

Lowen Ashleig ist Autorin. Und ausgerechnet sie wird ausgewählt die berühmte Psychothriller-Reihe von Verity Crawford weiterzuschreiben, die seit einem Autounfall im Koma liegt. Doch dann passiereren unvorhergesehene Dinge und Lowen findet sich plötzlich selber in einem Thriller wieder.



Das sage ich…

...zum Inhalt:

Diese Geschichte ist nichts für schwache Nerven. Schon der erste Satz schockiert und als Lowen im Haus der Autorin und deren Mann ankommt, wird es erst richtig spannend. Und diese Spannung lässt bis zur letzten Seite nicht nach. Die Geschichte verwebt geschickt einzelne Handlungsstränge und Informationen, sodass sich für den Leser nach und nach das gesamte grausame Bild ergibt. Veritys Manuskript, das mehr oder weniger ein Tagebuch ist, spielt ebenfalls eine große Rolle. Mehr sei dazu an dieser Stelle nicht gesagt.

…zu den Protagonisten:

Lowen ist die Protagonistin des Buches, aus deren Sicht auch erzählt wird. Sie ist eine symphatische Person, der man in der Geschichte gut folgen kann, und mit der man sich als Leser gut identifizieren kann.

Jeremy Crawford ist Veritys Mann. Auch er spielt eine zentrale Rolle, denn er ist der, der Lowen den Auftrag gibt und auch derjenige, in den sie sich im Verlauf des Buches immer mehr verliebt. Für mich war es tatsächlich das ganze Buch über ein bisschen schwer seine Motive und Gedanken nachzuvollziehen, denn er wirkte leider fast die ganze Geschichte über, als ob er sich einfach hat maipulieren lassen und nur sehr wenig selber Initiative ergreift. Das kann jedoch auch daran liegen, dass der Leser durch Veritys Tagebuch schon von ihrer perfiden Gedankenwelt erfährt, bevor er es tut.

Verity selber ist ein Charakter, über den hier nicht viel gesagt werden kann, ohne die Geschichte vorweg zu nehmen. Es sei nur gesagt, das auch von ihr ein komplexes Bild entsteht, das den Lesern auch sie sehr gut kennenlernen lässt.

…zum Stil:

Mir gefiel Colleen Hoovers Schreibstil, wie eigentlich fast immer, sehr gut. Wie in meinen anderen Rezensionen zu Colleen Hoover Büchern schon erwähnt, finde ich es bei dieser Autorin immer besonders spannend, wie sie literarische Stilmittel, wie Perspektiven, das Erzählen von Zeit oder Einschübe einsetzt. In diesem Fall kombiniert sie Perspektivwechsel mit Einschüben, indem sie manche Kapitel aus Lowen Sicht erzählt und Kapitel aus Veritys neuem Manuskript zwischenschiebt, die aus Veritys eigener Sicht erzählt und autibiographisch sind. So benutzt dieses Buch sowohl Stilmittel, als auch die Sprache selbst um das Spannungs- und Schockmoment zu erzeugen.


Heißt also:

Colleen Hoover schreibt richtig tolle Geschichten. Dieses Buch ist andes als die Young Adult-Romanne, die sie sonst veröffentlicht und lohnt sich trotzdem genausosehr. Spannung von der ersten bis zur letzten Seite!

Top 10 – Bücher mit tollen Verfilmungen

Das Medium Film ist schon seit Beginn dieses Jahrhunderts auf dem Vormarsch. Kinofilme bekommen immer höhere Budgets und seit Netflix sind Streamingdienste und ihre Formate ebenfalls wettbewerbsfähig. Einige dieser Filme und Serien sind Originale, aber sehr viele Kino- und Fernseh/Streamingdienst-Filme basieren auch auf Büchern. Heute stelle ich euch meine Top 10 der Bücher mit den besten Verfilmungen vor. Ich gehe dabei nur auf Filme ein, da Serien eventuell eine eigene Liste bekommen. Ich achte bei meiner Bewertung darauf, wie gut der Film für sich steht, aber auch wie gut er das Material des Buches aufgenommen und bearbeitet hat.


1 – J. R. R. Tolkien „Der Herr der Ringe

Tolkiens Romane galten langezeit als unverfilmbar. Das lag vor allem an den vielen nicht-menschlichen Wesen, die darin vorkommen, den Schlachtszenen und auch der Magie, die einige der Charaktere beherrschen. Und so dauerte es fast 50 Jahre bis Tolkiens Bücher aus den 1950er Jahren ihr Debut auf der großen Leinwand feiern konnten. Und was für eins!

Peter Jackson schaffte es in der Filmtrilogie sowohl dem Ton der ursprünglichen Geschichte treu zu bleiben und sich nah an der Vorlage zu orientieren, als auch seinen eigenen Stempel aufzudrücken und die Möglichkeiten, die das neue Medium und die neu entwickelte CGI-Technik boten, optimal zu nutzen. Die Darsteller sind allesamt super, die Musik ist fantastisch komponiert und die Austattung und Kostüme lassen keine Wünsche offen. Das Drehbuch ist ebenfalls mit tollen Dialogen und gut inszenierten Szenen ausgestattet.

Das Resultat sind Filme, die ihren ganz eigenen Platz bei den Fantasy-Fans eingenommen, die eine neue Generation für die doch schon etwas älteren Werke begeistert und eine Menge zitierbarer Zeilen geliefert haben („Der zählt trotzdem nur als einer!“; „Ich kann den Ring nicht für dich tragen. Aber ich kann dich tragen!“).


2 – J. K. Rowling „Harry Potter“

Mit der „Harry Potter“-Reihe hat J. K. Rowling eine so umfangreiche, detailreiche Welt erschaffen, dass – ähnlich wie bei „Herr der Ringe“ – wohl viele Fans nicht dachten, das die Filme erfolgreich sein könnten.

Für mich gehört „Harry Potter“ aber dennnoch zu den richtig guten Buchverfilmungen, denn es braucht schon eine ganze Menge um bei so viel Material nicht die eigentliche Geschichte aus dem Blick zu verlieren. Auch haben die Filme meiner Meinung nach gut die Welt der Bücher eingefangen. Mir hat zudem gefallen, wie die Filme sowohl ganz neue, als auch alt eingesessene Darsteller angagiert haben. Die drei Hauptcharaktere sind so nicht vorbelastet und die vielen großen Namen des britischen Schauspiels tragen dazu bei, dass sämtliche Darstellungen toll durch die Filme tragen. Es wird eine Welt kreiert, in die man, wie in die Büchern, gerne eintaucht und die sich sowohl im Buch, als auch im Film magisch anfühlt.


3 – Jenny Han „To all the boys i’ve loved before

Im Juli 2016 erschien bei uns ein Buch über ein nettes Mädchen, das gerne träumt und manchmal lieber in dieser Traumwelt, als in der Realität lebt. Sie schreibt Briefe an die Jungs, in die sie sich verliebt, anstatt ihnen ihre Gefühle real zu erklären. Doch eines Tages verschickt Lara-Jeans Schwester ebendiese Briefe.

Das Buch ist süß und leicht wegzulesen. Mir hat vor allem gefallen, dass, anders als in vielen anderen Büchern oder Filmen, Probleme tatsächlich angesprochen werden und es eher um Lara-Jeans inneres Drama, als um das in der Realität geht.

Der Netflix-Film mit dem gleichen Namen erschien 2018 und ist für mich eine der besten Buchverfilmungen, die es gibt. Der Film bleibt dem Buch sehr treu und schafft es trotzdem eine ganz eigene Stimmung zu erzeugen. Vor allem die beiden Hauptdarsteller und das Szenenbild sorgen dafür, dass man einfach gerne zuschaut und der Geschichte folgt, genau, wie man dem Buch gerne folgt. Lara-Jean ist sowohl im Buch, als auch im Film eine sehr liebenswert verrückte Protagonistin.


4 – Becky Albertally „Nur drei Worte

Dieses Buch ist das erste und einzige auf dieser Liste, das anders heißt, als der Film, der darauf basiert.

„Nur drei Worte“ ist eine richtig toll und einfühlsam erzählte Geschichte über einen Jungen, der sich gegenüber einem anonymen Brieffreund als schwul outet. Simons Bekannte und Familie wissen alles, bis auf das über ihn. Blue weiß als einziger von diesem Geheimnis, kennt allerdings nicht Simons Identität.

„Love, Simon“ ist vor allem so eine tolle Buchverfilmung, weil sie die Botschaft des Buches unglaublich gut auf den Film überträgt. Der Film ist eine richtig schöne, romantische und emotionale Geschichte darüber den Weg zu sich selbst zu finden und zu dem zu stehen, der man ist. Simon und Blue sind sowohl im Film, als auch im Buch ein tolles Paar und der Film nutz die visuellen Möglichkeiten super, um die Beziehung der beiden und deren Entwicklung von der Buchseite auf die Leinwand zu bringen.


5 – Suzanne Collins „Die Tribute von Panem“

Den ersten Film zu die Tribute von Panem habe ich im Kino gesehen, bevor ich die Bücher dazu gelesen habe. Danach hat mich vor allem überrascht, wie viel von der Brutalität der Bücher in den Filmen nicht mehr zu sehen ist. Es geht um Katniss Everdeen, ein Mädchen, das sich bereiterklärt an Stelle ihrer Schwester bei den Hungerspielen mitzumachen. Eine perfide Erfindung der Machthabenden, bei der 24 Jungen und Mädchen in den Spielen gegeneinander antreten müssen, bis nur noch einer als Sieger am leben ist.

Abgesehen von der Gewalt bleiben die Filme der Vorlage sehr treu. Sie schaffen es auch mit weniger explizit dargestellten Verletzungen und Ungerechtigkeiten den krassen Kontrast zwischen den verschiedenen Bezirken darzustellen. Kostüme und Szenenbild lassen die Bilder aus den Büchern ebenfalls auf tolle Art lebendig werden. Für mich ist diese Verfilmung allerdings vor allem durch die Darstellungen der Hauptcharaktere richtig gut. Gerade im zweiten Film, in dem die Protagonistin gerade aus den Spielen zurückgekehrt ist und von ihren Erlebnissen dort traumatisiert ist schafft es Jennifer Lawrence den Zuschauer mitzureißen und den ganzen Schmerz, der im Buch durch innere Monologe beschrieben ist sichtbar zu machen. Auch ihre Chemie mit den anderen Hauptdarstellern ist toll.


6 – John Green „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“

John Greens Bücher gehen ans Herz. Und gerade „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, das von zwei schwerkranken Teenagern handelt, die sich ineinander verlieben, ist hier ein Paradebeispiel.

Bei dem großen Erfolg von Greens Büchern ließ eine Verfilmung natürlich nicht lange auf sich warten. Und sie liefert genau die Emotionen, die man erwatet hat. Auf wunderschöne Art und weise nimmt uns auch der Film mit und bringt uns durch tolle Darstellungen und unglaublich gefühlvolle Monologe zum lachen und zum weinen.


7 – C. S. Lewis „Der König von Narnia“

Anders als „Herr der Ringe“ wurde diese Buchreihe aus den 50ern schon mehrfach für den kleinen Bildschirm verfilmt, bis sie dann, genau wie „Herr der Ringe“ Anfang dieses Jahrhunderts auf die Kinoleinwand kam.

Die große Stärke dieser Verfilmung sind vor allem die Schlachtszenen. In Büchern finde solche Szenen tatsächlich häufig nicht einfach zu lesen und nicht gut zu verfolgben. Filme haben hier den großen Vorteil. Sie können durch Kostüme beide Armeen klar voneinander unterscheiden, durch verschiedene Kameraeinstellungen den Fokus setzen und einen so besser ins Geschehen hineinnehmen. „Der König von Narnia“ kostet diese Vorteile voll aus und ergänzt sie mit schönen Landschaftsaufnahmen, gut umgesetzten Animationen und symphatischen Darstellern zu einem Fantasyfilm, der sich wirklich lohnt.

Der Grund, warum dieser Film ein bisschen weiter Unten auf der Liste ist und warum ich hier nicht die ganze Reihe angeführt habe ist, dass ich die anderen beiden Filme leider nicht so gelungen finde, wie den Ersten und zudem nicht die ganze Reihe verfilmt wurde.


8 – Nicholas Sparks „Wie ein einziger Tag“

Wie bei vielen anderen auf dieser Liste hat mir auch hier vor allem gefallen, die Charaktere, die man schon aus dem Buch kennt, auf der Leinwand zu sehen. Ryan Gosling und Rachel McAdams sind große Namen in Hollywood und haben diesen Rum beide zum Teil – und zu Recht – diesem Film zu verdanken. Sie haben eine wirklich tolle Chemie und hauchen dieser tragischen Liebesgeschichte so wirklich Leben ein.

Die Kostüme im 50er-Stil sind toll umgesetzt und lassen so auf ihre ganz eigene Art und Weise die Nostalgie entstehen, die auch im Buch rüberkommt.


9 – Lauren Weisberger „Der Teufel trägt Prada“

Filme leben unter anderem von den Kostümen. Und gerade bei einem Buch über ein Mädchen, das bei einem Modemagazin anfängt, ist natürlich klar, dass diese Kostüme gezeigt werden müssen. Und die Ausstattung in „Der Teufel trägt Prada“ ist genauso teuer und glamourös, wie das Buch verspricht. Leg noch eine unglaubliche Performance von niemand anderem als Meryl Streep persönlich drauf und man hat eine Buchverfilmung, die als Film an sich so gut funktioniert, dass man sogar verzeihen kann, dass bei der Übertragung von Buch auf Drehbuch storytechnisch ziemlich viel verändert wurde.


10 – J. R. R. Tolkien „Der kleine Hobbit“

Auf Platz 10 dieser Liste steht noch eine Tolkien-Verfilmung. Sie steht hier, weil sie genau wie Herr der Ringe eine tolle, epische Filmreihe ergeben hat, die ich sehr gerne gucke. Sie steht an letzter Stelle, weil man trotz allem sagen muss, dass mit dem Buch sehr frei verfahren wurde. Ein einzelner Film und ein bisschen weniger Fan-Service hätten diesem Franchise vermutlich gut getan. Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass Peter Jackson weiß, was er tut und auch hier wieder eine tolle Welt auf der Leinwand erschaffen hat.

Dream Again

Autorin: Mona Kasten

Verlag: LYX

Erschienen: 23.3.2020

Seitenzahl: 480

ISBN: 978-3-7363-1187-9


Da war etwas Schweres in der Art, auf die er mich ansah. So vieles, das unter seiner Abneigung verborgen lag und von dem jetzt ein Bruchteil zum Vorschein kam.

Darum gehts:

Jude ist Schauspielerin. Oder zumindest war sie das. Als sie im Job scheitert, zieht sie vorrübergehend in die WG ihres Bruders nach Woodshill. Einer seiner Mitbewohner ist jedoch ihr Ex-Freund Blake. Es dauert nicht lange, bis Jude feststellt, dass Blake ihr die Trennung immer noch sehr übel nimmt. Oder das zwischen den beiden immer noch Gefühle knistern.


Das sage ich…

...zum Inhalt:

Mona Kasten ist, ähnlich wie Laura Kneidl, eine Meisterin, wenn es um Liebesgeschichten geht. Ich finde ihre Geschichten haben immer das gewisse Etwas. In diesem Fall ist die Prämisse sehr interessant, weil die beiden Protagonisten schon einmal ein Paar waren. Für mich liegt darin eine Stärke, weil man viel tiefer gehende Gefühle ergründen kann. Beide haben viel erlebt und haben die Beziehung, die zuende gegangen ist, auf ihre Art und Weise reflektiert und bearbeitet. Die Handlung und die Konflikte, die sich aus der Enttäuschung und dem Schmerz, aber auch der Hoffung auf einen Neuanfang auf beiden Seiten ergeben, sorgen dafür, dass das Buch nicht langweilig wird. Sie tragen die Geschichte gut. Gleichzeitig gibt es immer wieder Passagen, die nicht die Handlung in den Vordergrund rücken, sondern die Gefühle und das Innneleben der Beiden. Hier ist durch Jude und Blakes gemeinsame Vergangenheit genug inhaltliches Potential gegeben und ich finde es immer gut und abwechslungsreich, wenn sich Handlung und längere Gedankengänge/Reflexionen abwechseln.

…zu den Protagonisten:

Beide, Jude und Blake, sind tolle Protagonisten.

Es ist echt cool durch Jude einen kleinen Einblick in die Welt der Schauspielerei zu bekommen. Sie ist eine witzige, herzliche Person und ihre Beziehung zu ihrem Bruder Isaac ist einfach toll! Sie ist eine Träumerin, die lange für eben diesen Traum gekämpft hat und sie ist ein gutes Beispiel dafür, dass man an seinen Träumen festhalten und nicht aufgeben sollte.

Blake ist sehr loyal und auch, wenn er sich zu Beginn des Buches eher von allen abschottet hat er immer wieder Momente, die zeigen, was er für ein gutes Herz hat. Trotz allem was er Jude immer noch vorhält hat er Momente, in denen er zeigt, dass er sie immer noch sehr gut kennt und nur ihr bestes will. Ich fand es toll, dass er beide Seiten in verschiedenen Passagen zeigt.

Ich muss jedoch leider auch sagen, dass ich beide manchmal auch einfach auf ihre eigene Art und Weise zu stur fand. Jude, die nicht bereit ist manche Probleme anzusprechen und im Verlauf des Buches mehrfach Dinge als gegeben annimmt, ohne jedoch einen richtigen Anhaltspunkt dafür zu haben. Blake, der auf der einen Seite ganz offensichtlich noch nicht über Jude hinweg ist, aber auf der anderen Seite nicht bereit ist mit ihr zu reden und ihr eventuell eine zweite Chance zu geben.

…zum Stil:

Mona Kasten schreibt locker und flüssig. Wie immer. Ihr Stil lässt sich toll lesen und sorgt dafür, dass man das Buch nur so verschlingt. In den richtigen Momenten wird sie etwas kitschig und hat immer wieder tolle Ausdrücke und Wendungen. Sie schafft es super Bilder herrauf zu beschwören und Emotionen zu erzählen.

Heißt also:

Mona Kasten ist wieder ein toller Liebesroman gelungen, der sehr gut zu lesen ist und mit tollen Protagonisten und wunderschön erzählten Emotionen überzeugen kann.