Lesemonat – September

Hallo liebe Leser*innen,

Heute möchte ich mit euch meinen Lesemonat September teilen.

Zwei Hörbücher und vier Printausgaben waren es, von denen mich Walter Moers „Insel der tausend Leuchttürme“ richtig begeistern konnte und die meisten anderen Bücher durchschnittlich bis gut waren.

Diese hier waren es:

Ich habe den Monat mit dem zweiten Teil der „Tales of Sylt“-Reihe als Hörbuch angefangen. und ich fand es wieder echt schön. Alexandra Flint Stil fließt insgesamt wieder sehr gut und das Hörbuch ist sehr gut vorgelesen. Das Setting ist traumhaft und Kitesurfen ist ein spannender Sport, in dessen Welt man hier ein bisschen abtauchen kann, was ich super fand. Was mich ein bisschen gestört hat waren die vielen Anglizismen. Außerdem fand ich an einigen Stellen, dass die Dramatik sich zu gestellt und nicht organisch angefühlt hat. Es wirkte aufgesetzt und zu sehr dramatisiert. 3,5/5 🌟

Die Welten und die Charaktere, die Kerstin Gier immer wieder erschafft, sorgen für mich dafür, dass jedes Buch ein Highlight ist. Sie geht mit so viel Witz und Herz an ihre Geschichten, dass man sich einfach nur in ihre Bücher verlieben kann. Und trotzdem gibt es natürlich auch mal bei ihr Schwächen. Und so fand ich bei diesem zweiten Teil den Anfang leider echt träge. Nichts desto trotz tragen ihr Humor und ihre absolut liebenswürdigen Charaktere durch diesen Anfang hindurch bis zum wirklich spannenden und fantastischen Ende bzw. dem Rest des Buches. Ein besonderes Highlight war für mich, wie sie die Welten aus ihren anderen beiden Trilogien hier mit einbindet und mit der Welt von „Vergissmeinnicht“ verwebt. Ich freu mich auf den dritten Band!! 4/5 🌟

Der September war bei mir etwas fantasylastiger. Das zweite Buch war „The Atlas Six“. Ich mochte unglaublich gerne, wie die Magie in diesem Buch funktioniert und wie die Welt und die Geheimgesellschaft, um die es geht, vorgestellt werden. Die sechs zentralen Figuren sind allesamt unglaublich spannende Persönlichkeiten und so ergibt sich aus diesem beiden Zutaten eine tolle Geschichte mit viel Spannung. Sprachlich fand ich dieses Buch allerdings leider etwas zäh. 3,5/5 🌟.

Emma Scott wächst mir als Autorin immer mehr ans Herz. „The last Piece of his Heart“war wieder so ein Buch, dass dieses Gefühl ausgelöst hat. Ja, die Lebensumstände der Figuren sind bei ihr manchmal sehr dramatisiert und die Traumata sehr ausgeschmückt, aber ihre Art die Figuren genau diese Dinge am Ende überwinden zu lassen gefällt mir wirklich gut. Auch Ronan und Shilo haben beide ihr Päckchen zu tragen und am Ende ist dieses Buch auch durch sie wieder eine Geschichte über die Kraft von Unterstützung und Liebe. 4/5 🌟.

Walter Moers hat mit seiner unglaublich kreativen und Vielschichten Erzählung wieder für ein Highlight gesorgt. Die Rahmenhandlung und die Struktur des Buches über die Briefe funktionieren super, die Welt ist wieder so bunt und vielseitig, dass man mit jedem Kapitel mehr in die Welt versinkt. Ganz große Empfehlung! 5/5 🌟

Die Welt von Hollywood wird in den letzten Jahren immer öfter kritisch hinterfragt und beleuchtet. Das passiert sich in diesem Buch. Der Druck den die Berühmtheit und die Erwartungen und Anforderungen, die damit einhergehen, auslösen, zeigt sich bei beiden Hauptfiguren auf unterschiedliche Weisen. Beim Lesen entsteht so oft etwas gedrückte Stimmung. Gleichzeitig gibt Hayes und Aven einfach mehr Persönlichkeit und macht sie nahbarerer. Besonders gelungen fand ich hier Hayes Problematik und Sarah Sprinz Umgang damit. Die Geschichte an sich fand ich leider oft ein bisschen langatmig. Von Anfang an zeichnet sich, meiner Meinung nach ab, wohin diese Geschichte führt und einige teilweise sehr abstruse Situationen später kommt es genau so. Auf dem Weg zeigt sich allerdings oft Sarah Spritz toller Schreibstil und es kommt zu einigen sehr schönen und unglaublich stark erzählen Momenten. Alles in allem bleibt es so eine gute Geschichte, die aber für mich nie sehr gut wurde. 3/5 🌟.

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