Jetzt sind wir endlos (Hörbuch)


„Ich hatte verflucht noch mal nur mich. Authentizität war unsere Marke. Vielleicht könnte ich ein einziges Mal in meinem Leben genug sein, selbst wenn ich dabei zugab, mich nie genug zu fühlen.“ (S.285)

Darum gehts’s:

Amanda/Manda hat sich vorgenommen sich nicht mehr zu verlieben. Für sie ist das Leben grau, aber eben auch gut so. Bis sie Émil trifft.

Das sage ich…

…zum Inhalt:

Diese Buchreihe hat etwas zu sagen. Und dieser dritte Teil hat die Reihe wirklich schön abgeschlossen. Wo mir die Botschaft im ersten Teil ein wenig zu undeutlich war bzw. das Buch an sich sich etwas zu sehr gezogen hat, fand ich diesen dritten Teil insgesamt besser. Es geht darum, dass Selbstzweifel etwas ganz Natürliches sind, es aber immer besser ist, sich von ihnen nicht aufhalten zu lassen, sie sich nicht im Weg stehen zu lassen. Egal, ob es um Äußerliches oder Innerliches geht. Für mich hat dieses Buch zudem auch wunderschön eine thematische Reise beschrieben, die vor allem durch die Hauptfigur erzählt wird.

…zu den Hauptfiguren:

Amanda wächst beim Lesen wirklich ans Herz. Man fühlt mit ihr mit und gerade vielen jungen Frauen sprechen ihre Gedanken und innere Monologe vermutlich aus der Seele. Die erwähnte Reise ist bei ihr eine Reise hinaus aus ihrem inneren Schneckenhaus und hin zu sich selbst und zu Selbstakzeptanz, die sich wirklich organisch angefühlt hat und einen als Leser:In gut mitnimmt. Auch die Verbindung, die hier mit ihrem Hobby/ihrer Kunst geschaffen wird, fand ich sehr gelungen. Eine tolle Hauptfigur, gerade auch, nachdem der erste Teil mir nicht so zugesagt hat.

Émile ist ebenfalls eine tolle Figur. Vor allem durch seine Art Amanda wieder zur Kunst und damit auch zu sich selbst führt, ist er ein unfassbar wichtiger und schöner Teil des Buches. Die beiden haben eine Verbindung, die spürbar ist. Seine eigene Vergangenheit und seine eigenen Probleme machen ihn zudem auch zu einer eigenen Figur, geben ihm Dimension und machen ihn auch als Bookboyfriend sehr zugänglich.

…zum Stil

Gabriella Santos de Limas Schreibstil ist poetisch und sehr bildhaft. Manchmal zwar auf eine Art und Weise, die auf mich ein bisschen aufgesetzt und holprig klang, aber alles in allem doch wirklich schön. Gerade manche von Amandas Gedanken sind wunderschön und nachvollziehbar/eindringlich formuliert und kommen beim Lesen an!

Heißt also:

Ein guter Abschluss der Reihe, den ich empfehlen kann!

Bewertung: 5 von 5.

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