Heartbreak is the National Anthem

Autor: Rob Sheffield

Verlag: Penguin

Erschienen: 01.10.2025

Seitenzahl: 224

ISBN: 978-3-328-11361-4

…wie sie unbeholfene Gefühle nimmt und sie zu Konzertarenagröße steigert.“ (S. 21)

Darum geht’s:

Spätestens seit der Eras Tour kommt man am Namen Taylor Swift wohl absolut nicht mehr vorbei. Doch schon davor war sie ein globales Phänomen. In dieser Biographie erzählt Rob Sheffield, Journalist bei der Rolling Stone, von ihrer Karriere, was sie auszeichnet und besonders macht und ihr eine Laufbahn beschert hat, die die Musikindustrie revolutioniert und sie zu einer der einflussreichsten Stimmen unserer Zeit gemacht hat.

Das sage ich:

Als großer Fan von Taylor Swift war es natürlich sehr schwer für mich, dieses Buch nicht zu mögen. Denn auch ich gehöre zu den Menschen, die ihre Musik sehr gerne hören und sich regelmäßig zutiefst bewegt und angesprochen von ihren Texten fühlen. Insbesondere The Great War und Betty gehören zu den Liedern von ihr, die bei mir sehr oft laufen. Daher fand ich es natürlich generell schon spannend, mehr über sie und ihre Karriere zu lesen.

Von jemandem, der Taylor Swifts Karriere so gut kennt und gleichzeitig so viel journalistisches Geschick mitbringt wie Rob Sheffield, wird dieses Buch meiner Meinung nach zu einem Must-Read. Er beleuchtet mit viel Bewunderung und Begeisterung ihre Laufbahn, zeichnet ein umfassendes Bild und lässt dabei trotzdem manche berechtigte Kritik nicht aus. Auch die schwierigen oder weniger erfolgreichen Momente ihrer Karriere werden klar benannt. Sein Stil ist dabei sehr einnehmend und gut lesbar, ohne die für eine Biografie nötige sachlichere Betrachtung ihres Werks zu vernachlässigen.

Man erfährt sowohl über die sämtliche Rekorde brechende Eras Tour, als auch über ihre Anfänge als Teenager in der Country-Musik-Szene, und bekommt einen tollen Einblick darin, was „TayTay“ als Künstlerin, Businessfrau und kulturelles Phänomen besonders macht.

Trotz all dieser positiven Punkte fand ich jedoch, dass das Buch zu einzelnen Stationen auf Taylor Swifts Karriereweg durchaus mehr hätte erzählen können. Ich denke außerdem, dass Menschen, die eine rein sachliche Biografie erwarten, enttäuscht sein könnten. Denn auch wenn Sheffield ihr Werk an manchen Stellen durchaus analytisch betrachtet, merkt man sehr deutlich, dass er selbst Fan ist, was seinen Stil spürbar beeinflusst. Manche könnten das als zu wenig objektiv empfinden. Mich persönlich hat das jedoch nicht gestört, im Gegenteil: Ich fand, dass es das Buch zugänglicher und leserfreundlicher gemacht hat.

Heißt also:

Ich kann dieses Buch Swifties auf jeden Fall empfehlen! Aber auch wenn ihr eher einen Einblick in die Karriere dieser Künstlerin erhalten möchtet und keine Fans seid, lohnt es sich sehr.

Bewertung: 4.5 von 5.

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