Was perfekt war

Autorin: Colleen Hoover

Verlag: Bold (dtv)

Erschienen am: 25.10.2019

Seitenzahl: 304

ISBN: 978-3-423-23001-8

Darum geht’s:

Graham und Quinn lernen sich in einer sehr außergewöhnlichen Situation kennen. Und verlieben sich trotzdem sehr schnell ineinander. Sie sind sehr glücklich. Und doch ist ihre Ehe auch 8 Jahre später noch kinderlos. Dabei wollen sie beide so gerne Eltern werden.

Deswegen empfehle ich dieses Buch:

Colleen Hoover schreibt, wie immer, herrlich außergewöhnliche Charaktere und Situationen. Wie die Situation, in der die beiden Protagonisten sich kennenlernen: Nämlich als sie herrausfinden, dass ihre Partner sie miteinander betrügen. Die beide gehen sehr unterschiedlich mit der Situation um, und doch bringt es sie zusammen. Quinn und Graham haben eine tolle Chemie, der man als Leser sehr gerne folgt.

Das interessante hier ist Colleen Hoovers Erzähltechnik. Wie in sehr vielen ihrer Bücher, benutzt die Autorin Zeitsprünge und eine achronologische Erzählung um die Geschichte voranzubringen. In diesem Buch ist es besonders spannend, das der Leser so in gewisser Weise von der Entstehung und dem Zerfall der Ehe gleichzeitig liest bzw. immer abwechselnd. Gerade für eine Romanze, wie diese, ist das ein sehr gut gewähltes Mittel, da es den Leser sofort mitbangen und mithoffen lässt. Es steht zu keinem Zeitpunkt in Frage, was die beiden füreinander empfinden und so wird man richtig mitgerissen und hofft, dass die beiden Protagonisten mit der schwierigen Situatuion kinderlos zu bleiben doch noch irgendwie umgehen können und beieinander bleiben.

Colleen Hoover ist sehr gut, wenn es darum geht schwierige Themen anzugehen, sie ernst zu nehmen und doch auch humorvolle Passagen einzubauen. Auch in diesem Buch beweist sie das wieder. Kinderlos zu sein ist wohl für Paare, die sich sehnlichst wünschen Eltern zu sein eine riesige Belastung. Diesem Schmerz, dieser Schwierigkeit wird hier Raum gegeben. Quinn steht im Vordergrund. Man erfährt von ihrer Verzweiflung, von ihrem Gefühl fehlerhaft zu sein und ihrem Mann etwas weg zu nehmen. Und man erfährt, wie sich selber auch dafür nicht ausstehen kann, dass diese Sache so wichtig für sie ist, dass sie sich nicht davin losmachen kann. Auf der anderen Seite steht Graham. Graham, der eigentlich ein Fels in der Brandung ist und Lilly bedingungslos liebt, sich aber immer mehr von seiner Frau entfernt, weil sie in ihrem Leid versinkt und ihn nicht daran teilhaben lässt. Auch als weitere, herbe Rückschläge kommen.

Das Ende finde ich ebenfalls sehr gelungen: Die Autorin wählt nämlich nicht den einfachsten Weg und lässt die beiden auf wunderbare Weise doch noch ein Kind bekommen. Sie wählt einen Weg, der vor allem auf Quinns „Selbstheilungsprozess“ besteht. Quinn ist kurz davor aufzugeben, als in einigen sehr bewegenden Kapiteln doch noch die ersten Schritte auf ein Happy End zu gegangen werden, dass am Ende des Buches dann auch steht.

Heißt also…

Eine sehr bewegende emotionale Geschichte! Colleen Hoover schafft es aber auch hier wieder ein schwieriges Thema anzugehen und dabei durch ihre Charaktere und einzelne Situationen doch humorvoll zu bleiben.

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