Sag ihr, ich war bei den Sternen

Autorin: Dani Atkins

Verlag: Knaur TB

Erschienen am: 1.10.2019

Seitenzahl: 432

ISBN: 978-3-426-52428-2

Darum geht’s:

Maddie könnte nicht glücklicher sein: Sie ist verlobt, sie ist schwanger und genießt ihr Leben. Bis sich eines Tages alles ändert. Ein Unfall. Ein Moment. Maddie fällt ins Koma. Als sie ganze sechs Jahre später wieder aufwacht, ist nichts mehr wie es war. Und das Leben, auf das sie sich so gefreut hat, lebt eine Andere.

Deswegen empfehle ich dieses Buch:

Wenn man nur den Klappentext liest, denkt man zunächst an eine typische Liebesgeschichte. Die ist dieses Buch auch – Jedoch aus einem ganz anderen Blickwinkel. Denn auch wenn Maddies Beziehung zu ihrem (Ex-)Verlobten Ryan thematisiert wird und natürlich auch für Spannung und einige bewegende Momente sorgt ist es nicht diese Beziehung, die im Vordergrund steht. Mich hat es überrascht, dass es nicht in erster Linie, wenn überhaupt, um die Frage geht, ob Maddie wieder mit Ryan zusammenkommt oder nicht.

Zu Beginn des Buches begleitet der Leser/die Leserin Maggie bei einigen Hochzeitsvorbereitungen. Dies ist ein toller Einstieg, weil man so – durch ihren inneren Monolog – direkt ein Gefühl für ihr Glück bekommt. Sofort wird man mit hineingenommen in Maddies Lebensgefühl und freut sich mit ihr. Als dann der Unfall passiert, ist man als Leser bereits genug emotional involviert um die ganze Trauer und den Schrecken mitfühlen zu können.

Die Phase, in der Maggie aufwacht und nach und nach den vollen Ausmaß ihres Unfalls begreifen muss, ist sehr einfühlsam geschrieben und meiner Meinung nach noch herzereißender, als der Unfall selbst. Auch wenn man als Leser schon durch den Klappentext weiß, was passiert ist schafft es Dani Antkins uns bei jeder neuen Wendung der Situation wieder erneut mit Maddie erschüttert sein zu lassen. Insbesondere die Tatsache, dass ihr Kind trotz Koma überlebt hat und geboren worden ist, ist so eine erschütternde Offenbahrung.

Besonders gut an diesem Buch fand ich auch den Perspektivwechsel hin zu Ryans neuer Frau Chloe. Sie hat Maddies Tochter inzwischen wie ihre eigene angenommen und ist seit mehreren Jahren glücklich mit Ryan verheiratet. Es ist sehr spannend ihre Sicht der Dinge zu erfahren und zu lesen, wie sie mit der Situation umzugehen versucht und sich ihre Gedanken macht.

Denn „Sag ihr, ich war bei den Sternen“ erzählt vor allem die Geschichte einer Mutter-Tochter-Liebe. Und in diesem Fall eben nicht nur die Geschichte einer Mutter. Ich fand es sehr berührend, wie die Liebe zu ihrer Tochter Maddie und Chloe verbindet und so auch dazu führt, dass Maddie wieder ein Ja zum Leben findet und es schafft nicht mehr ihrem Leben mit Ryan hinterher zu trauern. Durch ihre Tochter findet sie eine neue Aufgabe – und ein neues Leben. Das in Ryan und Chloe eine Ehe beschrieben wird, die stark genug ist um diese schwierige Situation zu meistern, finde ich einen sehr erfrischenden und anders, als bei anderen Ansatz zu anderen Büchern dieser Art.

Heißt also…

„Sag ihr, ich war bei den Sternen“ ist ein tolles lebensbejahendes Buch, das auf der einen Seite emotional sehr bewegend ist, auch der Trauer der Charaktere Raum gibt, und auf der anderen Seite einfach die Liebe und ihre helfende Kraft in den Vordergrund rückt.

2 Kommentare zu „Sag ihr, ich war bei den Sternen“

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