Top 10 – Bücher mit tollen Verfilmungen

Das Medium Film ist schon seit Beginn dieses Jahrhunderts auf dem Vormarsch. Kinofilme bekommen immer höhere Budgets und seit Netflix sind Streamingdienste und ihre Formate ebenfalls wettbewerbsfähig. Einige dieser Filme und Serien sind Originale, aber sehr viele Kino- und Fernseh/Streamingdienst-Filme basieren auch auf Büchern. Heute stelle ich euch meine Top 10 der Bücher mit den besten Verfilmungen vor. Ich gehe dabei nur auf Filme ein, da Serien eventuell eine eigene Liste bekommen. Ich achte bei meiner Bewertung darauf, wie gut der Film für sich steht, aber auch wie gut er das Material des Buches aufgenommen und bearbeitet hat.


1 – J. R. R. Tolkien „Der Herr der Ringe

Tolkiens Romane galten langezeit als unverfilmbar. Das lag vor allem an den vielen nicht-menschlichen Wesen, die darin vorkommen, den Schlachtszenen und auch der Magie, die einige der Charaktere beherrschen. Und so dauerte es fast 50 Jahre bis Tolkiens Bücher aus den 1950er Jahren ihr Debut auf der großen Leinwand feiern konnten. Und was für eins!

Peter Jackson schaffte es in der Filmtrilogie sowohl dem Ton der ursprünglichen Geschichte treu zu bleiben und sich nah an der Vorlage zu orientieren, als auch seinen eigenen Stempel aufzudrücken und die Möglichkeiten, die das neue Medium und die neu entwickelte CGI-Technik boten, optimal zu nutzen. Die Darsteller sind allesamt super, die Musik ist fantastisch komponiert und die Austattung und Kostüme lassen keine Wünsche offen. Das Drehbuch ist ebenfalls mit tollen Dialogen und gut inszenierten Szenen ausgestattet.

Das Resultat sind Filme, die ihren ganz eigenen Platz bei den Fantasy-Fans eingenommen, die eine neue Generation für die doch schon etwas älteren Werke begeistert und eine Menge zitierbarer Zeilen geliefert haben („Der zählt trotzdem nur als einer!“; „Ich kann den Ring nicht für dich tragen. Aber ich kann dich tragen!“).


2 – J. K. Rowling „Harry Potter“

Mit der „Harry Potter“-Reihe hat J. K. Rowling eine so umfangreiche, detailreiche Welt erschaffen, dass – ähnlich wie bei „Herr der Ringe“ – wohl viele Fans nicht dachten, das die Filme erfolgreich sein könnten.

Für mich gehört „Harry Potter“ aber dennnoch zu den richtig guten Buchverfilmungen, denn es braucht schon eine ganze Menge um bei so viel Material nicht die eigentliche Geschichte aus dem Blick zu verlieren. Auch haben die Filme meiner Meinung nach gut die Welt der Bücher eingefangen. Mir hat zudem gefallen, wie die Filme sowohl ganz neue, als auch alt eingesessene Darsteller angagiert haben. Die drei Hauptcharaktere sind so nicht vorbelastet und die vielen großen Namen des britischen Schauspiels tragen dazu bei, dass sämtliche Darstellungen toll durch die Filme tragen. Es wird eine Welt kreiert, in die man, wie in die Büchern, gerne eintaucht und die sich sowohl im Buch, als auch im Film magisch anfühlt.


3 – Jenny Han „To all the boys i’ve loved before

Im Juli 2016 erschien bei uns ein Buch über ein nettes Mädchen, das gerne träumt und manchmal lieber in dieser Traumwelt, als in der Realität lebt. Sie schreibt Briefe an die Jungs, in die sie sich verliebt, anstatt ihnen ihre Gefühle real zu erklären. Doch eines Tages verschickt Lara-Jeans Schwester ebendiese Briefe.

Das Buch ist süß und leicht wegzulesen. Mir hat vor allem gefallen, dass, anders als in vielen anderen Büchern oder Filmen, Probleme tatsächlich angesprochen werden und es eher um Lara-Jeans inneres Drama, als um das in der Realität geht.

Der Netflix-Film mit dem gleichen Namen erschien 2018 und ist für mich eine der besten Buchverfilmungen, die es gibt. Der Film bleibt dem Buch sehr treu und schafft es trotzdem eine ganz eigene Stimmung zu erzeugen. Vor allem die beiden Hauptdarsteller und das Szenenbild sorgen dafür, dass man einfach gerne zuschaut und der Geschichte folgt, genau, wie man dem Buch gerne folgt. Lara-Jean ist sowohl im Buch, als auch im Film eine sehr liebenswert verrückte Protagonistin.


4 – Becky Albertally „Nur drei Worte

Dieses Buch ist das erste und einzige auf dieser Liste, das anders heißt, als der Film, der darauf basiert.

„Nur drei Worte“ ist eine richtig toll und einfühlsam erzählte Geschichte über einen Jungen, der sich gegenüber einem anonymen Brieffreund als schwul outet. Simons Bekannte und Familie wissen alles, bis auf das über ihn. Blue weiß als einziger von diesem Geheimnis, kennt allerdings nicht Simons Identität.

„Love, Simon“ ist vor allem so eine tolle Buchverfilmung, weil sie die Botschaft des Buches unglaublich gut auf den Film überträgt. Der Film ist eine richtig schöne, romantische und emotionale Geschichte darüber den Weg zu sich selbst zu finden und zu dem zu stehen, der man ist. Simon und Blue sind sowohl im Film, als auch im Buch ein tolles Paar und der Film nutz die visuellen Möglichkeiten super, um die Beziehung der beiden und deren Entwicklung von der Buchseite auf die Leinwand zu bringen.


5 – Suzanne Collins „Die Tribute von Panem“

Den ersten Film zu die Tribute von Panem habe ich im Kino gesehen, bevor ich die Bücher dazu gelesen habe. Danach hat mich vor allem überrascht, wie viel von der Brutalität der Bücher in den Filmen nicht mehr zu sehen ist. Es geht um Katniss Everdeen, ein Mädchen, das sich bereiterklärt an Stelle ihrer Schwester bei den Hungerspielen mitzumachen. Eine perfide Erfindung der Machthabenden, bei der 24 Jungen und Mädchen in den Spielen gegeneinander antreten müssen, bis nur noch einer als Sieger am leben ist.

Abgesehen von der Gewalt bleiben die Filme der Vorlage sehr treu. Sie schaffen es auch mit weniger explizit dargestellten Verletzungen und Ungerechtigkeiten den krassen Kontrast zwischen den verschiedenen Bezirken darzustellen. Kostüme und Szenenbild lassen die Bilder aus den Büchern ebenfalls auf tolle Art lebendig werden. Für mich ist diese Verfilmung allerdings vor allem durch die Darstellungen der Hauptcharaktere richtig gut. Gerade im zweiten Film, in dem die Protagonistin gerade aus den Spielen zurückgekehrt ist und von ihren Erlebnissen dort traumatisiert ist schafft es Jennifer Lawrence den Zuschauer mitzureißen und den ganzen Schmerz, der im Buch durch innere Monologe beschrieben ist sichtbar zu machen. Auch ihre Chemie mit den anderen Hauptdarstellern ist toll.


6 – John Green „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“

John Greens Bücher gehen ans Herz. Und gerade „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“, das von zwei schwerkranken Teenagern handelt, die sich ineinander verlieben, ist hier ein Paradebeispiel.

Bei dem großen Erfolg von Greens Büchern ließ eine Verfilmung natürlich nicht lange auf sich warten. Und sie liefert genau die Emotionen, die man erwatet hat. Auf wunderschöne Art und weise nimmt uns auch der Film mit und bringt uns durch tolle Darstellungen und unglaublich gefühlvolle Monologe zum lachen und zum weinen.


7 – C. S. Lewis „Der König von Narnia“

Anders als „Herr der Ringe“ wurde diese Buchreihe aus den 50ern schon mehrfach für den kleinen Bildschirm verfilmt, bis sie dann, genau wie „Herr der Ringe“ Anfang dieses Jahrhunderts auf die Kinoleinwand kam.

Die große Stärke dieser Verfilmung sind vor allem die Schlachtszenen. In Büchern finde solche Szenen tatsächlich häufig nicht einfach zu lesen und nicht gut zu verfolgben. Filme haben hier den großen Vorteil. Sie können durch Kostüme beide Armeen klar voneinander unterscheiden, durch verschiedene Kameraeinstellungen den Fokus setzen und einen so besser ins Geschehen hineinnehmen. „Der König von Narnia“ kostet diese Vorteile voll aus und ergänzt sie mit schönen Landschaftsaufnahmen, gut umgesetzten Animationen und symphatischen Darstellern zu einem Fantasyfilm, der sich wirklich lohnt.

Der Grund, warum dieser Film ein bisschen weiter Unten auf der Liste ist und warum ich hier nicht die ganze Reihe angeführt habe ist, dass ich die anderen beiden Filme leider nicht so gelungen finde, wie den Ersten und zudem nicht die ganze Reihe verfilmt wurde.


8 – Nicholas Sparks „Wie ein einziger Tag“

Wie bei vielen anderen auf dieser Liste hat mir auch hier vor allem gefallen, die Charaktere, die man schon aus dem Buch kennt, auf der Leinwand zu sehen. Ryan Gosling und Rachel McAdams sind große Namen in Hollywood und haben diesen Rum beide zum Teil – und zu Recht – diesem Film zu verdanken. Sie haben eine wirklich tolle Chemie und hauchen dieser tragischen Liebesgeschichte so wirklich Leben ein.

Die Kostüme im 50er-Stil sind toll umgesetzt und lassen so auf ihre ganz eigene Art und Weise die Nostalgie entstehen, die auch im Buch rüberkommt.


9 – Lauren Weisberger „Der Teufel trägt Prada“

Filme leben unter anderem von den Kostümen. Und gerade bei einem Buch über ein Mädchen, das bei einem Modemagazin anfängt, ist natürlich klar, dass diese Kostüme gezeigt werden müssen. Und die Ausstattung in „Der Teufel trägt Prada“ ist genauso teuer und glamourös, wie das Buch verspricht. Leg noch eine unglaubliche Performance von niemand anderem als Meryl Streep persönlich drauf und man hat eine Buchverfilmung, die als Film an sich so gut funktioniert, dass man sogar verzeihen kann, dass bei der Übertragung von Buch auf Drehbuch storytechnisch ziemlich viel verändert wurde.


10 – J. R. R. Tolkien „Der kleine Hobbit“

Auf Platz 10 dieser Liste steht noch eine Tolkien-Verfilmung. Sie steht hier, weil sie genau wie Herr der Ringe eine tolle, epische Filmreihe ergeben hat, die ich sehr gerne gucke. Sie steht an letzter Stelle, weil man trotz allem sagen muss, dass mit dem Buch sehr frei verfahren wurde. Ein einzelner Film und ein bisschen weniger Fan-Service hätten diesem Franchise vermutlich gut getan. Nichtsdestotrotz muss man sagen, dass Peter Jackson weiß, was er tut und auch hier wieder eine tolle Welt auf der Leinwand erschaffen hat.

2 Kommentare zu „Top 10 – Bücher mit tollen Verfilmungen“

  1. Hey, toller Post! 🙂
    Dass Harry Potter tolle Verfilmungen hat stimmt natürlich – da kann man auch nichts mehr zu ergänzen. Die Verfilmung zu To All The Boys I’ve Loved Before fand ich auch klasse. Die Atmosphäre, die Schauspieler, die Szenerien! Es war ein richtiger Wohlfühlfilm 🙂
    TFIOS fand ich auch super, sowohl Buch, als auch Film. Die restlichen Filme/Bücher habe ich nie gelesen/gesehen und kann dazu gar nichts sagen 🙂

    Liebst, Lara von Fairylightbooks

    Gefällt 1 Person

  2. Hey ☺️
    Danke für den lieben Kommentar 😍
    Ich find bei Harry Potter auch wirklich, dass die Vorlage so detailreich ist, dass es schon echt schwierig gewesen sein muss daraus gute Filme hinzukriegen 😁
    Die anderen lohnen sich auf jeden Fall auch 😍

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