Eine wie Alaska

Autor: John Green

Verlag: dtv – Reihe Hanser

Erschienen: 1.6.2009

Seitenzahl: 304

ISBN: 978-3-423-62403-9


Jetzt mache ich mich auf die Suche nach dem großen VIELLEICHT“ (S. 213)


Darum gehts:

Miles wechselt die Schule und geht auf ein Internat. Dort lernt er Alaska kennen und verliebt sich sofort in sie. Sie ist philosophisch, freigebig, spontan und witzig – Doch immer mehr muss Miles feststellen, dass sich hinter der manchmal verrückten Fassade ein weicher Kern versteckt. Und muss sich fragen, ob er Alaska überhaupt wirklich kennt.

Das sage ich…

…zum Inhalt

Dieses Buch ist schon ein bisschen älter. Aber ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie nachhaltig es mir im Gedächtnis geblieben ist. John Green schreibt heute nicht mehr viele Jugendbücher und die, die er geschrieben hat, sind erschienenen, bevor dieser Blog online ging. Weil mir ‚Eine wie Alaska‘ aber im Gedächtnis geblieben ist, wollte ich hier noch einmal zurückschauen.

Was mir inhaltlich am meisten im Gedächtnis geblieben ist, ist das Gefühl der Freundschaft und des Zusammenhalts, das John Green hier einfängt. Dieses Buch hat nicht besonders viel Handlung und doch so viel Inhalt. Es geht um das Gefühl seinen Platz in der Welt finden zu müssen, es geht um den Zusammenhalt, den jeder in seinem Leben erfahren sollte und wie wichtig Freunde gerade in Situationen sind, in denen Schreckliches passiert. Weitere Dinge, die von diesem Buch wirklich hängenbleiben, sind eine wirklich tragische Wendung gegen Ende und die vielen philosophischen Fragen, die (nicht nur, aber auch dadurch) aufgeworfen und diskutiert werden. Dies liegt vor allem an Alaska als Charakter, deswegen dazu im nächsten Punkt mehr.

Dieses Gefühl und diese philosophischen Fragen alleine machen dieses Buch zu einem, das man unbedingt gelesen haben sollte. Es nimmt den Leser/die Leserin mit, bewegt und, in meinem Falle, begeistert restlos. Nicht alle Bücher von John Green konnten überzeugen, dieses ist jedoch nach wie vor eins seiner besten.

…zu den Protagonisten

Alaska – was für eine Protagonistin. Sie ist schlagfertig, sie ist lustig, sie ist frei und zu jeder Zeit hundert Prozent sie selbst. Beim Lesen wünscht man sich einfach nur die Selbstsicherheit und dieses Gefühl in sich zu Hause zu sein, das sie ausstrahlt. Und als dieses Bild von ihr im Verlauf des Buches immer mehr ausdifferenziert und vielschichtiger wird, macht sie das nur menschlicher und nahbarer. Sie bringt einen Witz und eine Tiefe, wie man es von John Green Charakteren zwar durchaus erwarten kann, wie es ihm aber selten so gut, wie hier, gelungen ist. Gerade die Fragen über das Leben und uns als Menschen, die Alaska durch ihre Neugier und ihre philosophische Art zu denken und zu reden beschäftigen geben dem Buch Substanz.

Miles auf der anderen Seite ist neben ihr ein wenig blass. Und doch funktioniert er als Protagonist und Erzähler dieses Buches genau dadurch. Das Gefühl, das ich hatte war, dass er den Lesenden durch diese Unsicherheit und diese Faszination von Alaska aus der Seele spricht. Wir erfahren die Geschichte durch seine Augen und das gibt ihrer teilweise sehr exzentrischen Art den Gegenpol, den sie durchaus manchmal braucht. In der zweiten Hälfte des Buches lernt man ihn noch einmal von einer anderen Seite kennen und so wird auch er zu einem vielschichtigen Charakter, dem man sehr gerne folgt.

…zum Stil

Bücher von John Green zeichnen sich oft durch ihre wirklich dichte Sprache aus. Ich habe dieses Buch sowohl auf Englisch (im Original), als auch auf Deutsch gelesen und war zudem ziemlich beeindruckt, wie gut sich sein Stil durch die Übersetzung hält. In beiden Sprachen fängt er in wenigen Worten so viele Gefühle ein und findet für viele Gedanken so treffende Ausdrücke, dass es der ohnehin schon tollen Geschichte das letze Extra gibt.

Heißt also:

Ein älteres Buch – das man aber unbedingt mal gelesen haben sollte.

Bewertung: 5 von 5.

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