Words I keep

Autorin: Josh Wismar

Verlag: Heyne

Erschienen: 10.1.2022

Seitenzahl: 400

ISBN: 978-3-453-42520-0


„Was ist, wenn die Geschichte gar nicht von Liebe handelt? (…) Jede Geschichte handelt von Liebe, Em. Ausnahmslos jede.“ (S. 299)

Darum gehts:

Emily ist Studentin und Buchbloggerin. Und eigentlich ziemlich schüchtern – ihre Schwester und ihre beiden besten Freunde sind ja auch genug an Freundschaften. Dann lernt sie David kennen – der stellt ihr Leben ziemlich auf den Kopf und bringt einige Steine ins Rollen.

Das sage ich…

…zum Inhalt

Es ist immer erfrischend, wenn Autor*innen Geschichten anders verlaufen lassen, als man nach den ganz stereotypischen Genrevorgaben erwarten würde. Komplett aus dem Nichts kam der Verlauf dieses Buches zwar trotzdem nicht, aber Josh Wismar hat dennoch wirklich einige Plotpunkte anders gelöst, als viele andere NA-Romane und das fand ich super! „Words i Keep“ ist eine wirklich schöne Erzählung darüber, was es heißt seinen Weg im Leben zu finden und für das, was man möchte einzustehen. Wer meinen Blog schon eine Weile verfolgt weiß auch, dass ich starke weibliche Figuren immer toll Finde und Josi liefert hier gleich mehrere. Kurz: Tolle Geschichte!

…zu den Protagonisten

Wie bereits angedeutet ist Emily eine dieser tollen starken Frauenfiguren. Ihre Entwicklung ist wahnsinnig toll erzählt und mit viel Gefühl ausgestaltet. Sie ist jemand, der sich weiterentwickeln will und kann und es gleichzeitig schafft anderen zu helfen das ebenfalls zu tun. Ihre Art zu über manche Themen nachzudenken und manche Dinge einzuordnen waren ebenfalls ein Highlight dieses Buches.

Protagonist David ist da nicht so durchschaubar und bleibt es auch im Verlauf des Buches. Das war schade, weil gerade manche Ermutigungen, die Emily ihm mitgibt und Themen, die er von sich aus angesprochen hat ein toller Ausgangspunkt für mehr Charakterentwicklung gewesen wären.

Emilys bester Freund Will wird im Verlauf des Buches ebenfalls sehr wichtig. Man erfährt zwar als Leser*in relativ wenig über ihn persönlich, was schade war, doch trotzdem kriegt man sehr schnell das Gefühl, dass er jemand ist, der, wie Emily viel und gründlich über Dinge nachdenkt. Von ihm kommen nicht oft Kommentare, doch wenn, dann sind sie immer sehr einfühlsam und zeugen von viel Verständnis für die Menschen um ihn herum.

…zum Stil:

Hier wird es ein bisschen kniffliger. Denn es gibt viele Passagen, an denen dieses Buch sehr gut geschrieben ist und einen tollen Lesefluss hat. Sätze, die sich toll zitieren lassen, Weisheiten voll Will, die wirklich gut sind und viel Emotionen.

Genauso gibt es allerdings Passagen, die sehr abgehackt und nicht zu Ende erzählt werden. Phrasen und Ausdrücke, die nicht besonders organisch wirken und Referenzen zu anderen Büchern und Filmen, die leider nicht gut in die Geschichte hineinpassen.

Heißt also:

Eine süße Geschichte, die ich wirklich empfehlen kann. Nichts desto trotz hat „Words i Keep“ auch echte Schwachstellen

Bewertung: 3.5 von 5.

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