Game On

Autorin: Kristen Callihan

Verlag: LYX

Erschienen: 29.6.2020 (Neuauflage)

Seitenzahl: 512

ISBN: 978-3-7363-1301-9


Ich mag dich. Es ist nur (…) Ich will im Moment keine Beziehung.

Darum gehts:

Anna und Drew lernen sich auf dem College kennen. Sofort ist klar, dass die Chemie zwischen den Beiden stimmt und sie haben einen One Night Stand. Blöd nur, dass sie sehr unterschiedlicher Meinung sind, wie es danach weitergehen soll. Für Anna ist klar, dass sie keine Beziehung will. Für Drew ist klar, dass Anna nicht einfach gehen lassen kann.




Das sage ich…

...zum Inhalt:

Dieses Buch hat mir eigentlich echt gut gefallen. Die Geschichte ist zwar sehr genretypisch und nicht unbedingt bahnbrechend neu, aber die Charaktere sind charmant, das Setting toll und es gibt viele wunderschöne Momente zwischen den beiden Protagonisten. Was ich jedoch sagen muss ist, dass dieses Buch meiner Meinung nach unglaublich viel Potential dadurch vergeudet hat, dass es die sexuelle Anziehung zwischen den beiden so sehr betont und in den Vordergrund stellt. Es tappt in die Falle, in die so manches NA-Buch tappt und stellt durch zu viele Sexszenen solche Passagen in den Hintergrund, die das Potenzial gehabt hätten für richtige Tiefe zu sorgen. Aber dazu bei den Protagonisten mehr.

…zu den Protagonisten:

Drew ist der klassiche NA-Protagonist. Er ist sportlich, beliebt, und selbstbewusst. Und es wird immer wieder betont, wie gut er aussieht. Das ist schon ein Teil meiner vorher genannten Kritik, dass dieses Buch zu sehr auf Erotik setzt. Denn Drew ist so viel mehr. Footballspielen ist seine Leidenschaft, er ist intelligent und später im Buch werden über seine Figur auch Themen wie Zukunfts- und Verlustängste angeschnitten. Er hat ein paar verletzliche Momente, die seinem Charakter wirklich Tiefe verleihen und die mir sehr gut gefallen haben. Schade, dass damit nicht mehr gemacht wurde.

Anna ist ebenfalls eine Figur, durch die man sehr viel mehr hätte erzählen können. Genau wie Drew ist sie intelligent. Sie ist witzig, fürsorglich und sehr ehrgeizig. Ihre Familiensituation ist kompliziert und immer wieder gibt es Passagen, in denen sie sich mit den Vertrauensproblemen auseinandersetzen muss, die dadurch entstanden sind. Diese Passagen sind toll und geben ein gutes Gefühl für sie als Charakter. Auch hier sind diese Passage allerdings zu selten.


…zum Stil:

Meine Kritik zum Inhalt spiegelt sich tatsächlich auch im Schreibstil wieder. Ich finde Kristen Callihan schreibt wirklich schön und findet tolle Worte, wenn es um die ernsteren, emotionalen Momente zwischen Anna und Drew geht. Sie fängt die wiederstrebenden Emotionen toll ein. Gleichzeitig benutzt sie bei den Sexpasagen allerdings eine Sprache, die mir persönlich viel zu derb und plump war. So schade!


Heißt also:

Ein Buch, das mir streckenweise sehr gut gefallen hat, aber leider viel Potential vergeudet.

Bewertung: 3 von 5.

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