The Secret Book Club 2 – Die Liebesroman-Mission

Autorin: Lyssa Kay Adams

Verlag: Kyss

Erschienen: 18.08.2020

Seitenzahl: 416

ISBN: 978-3-6440-0600-3


Ich werde verhindern, dass er noch mehr Frauen verletzt. Das sind die einzigen Konsequenzen, die mich interessieren.

Darum gehts:

Der zweite Teil der „Secret Book Club“-Reihe erzählte die Geschichte von Liv und Mack. Mack ist einer der Gründer des Buchclubs und fest davon überzeugt, dass Liebesromane Männern im echten Leben helfen und zu besseren Freunden/Ehemännern machen. Und so weiß er in der Theorie alles, was es zu wissen gibt. Die Schwägerin seines Freundes, Liv, sieht das jedoch ganz anders. Doch Mack bekommt eine Chance sie von sich und seinen Ansichten zu überzeugen, als er ihr dabei helfen soll ihren Boss zur Rechenschaft zu ziehen, der einige von Livs Kolleginnen sexuell belästigt hat.



Das sage ich…

...zum Inhalt:

Ich mochte bereits den ersten Teil sehr gerne und habe mich auf diese Fortsetzung gefreut. Und ich wurde nicht enttäuscht. Die Art und Weise, wie diese Geschichte erzählt wird und der Humor sind einfach toll und so lässt sich auch die Geschichte von Liv und Mack toll lesen. Aber im Gegensatz zum ersten Band bringt dieses Buch auch noch ein wichtiges gesellschaftliches Thema mit ein. Der Buchclub selbst steht deutlich weniger im Fokus und macht der Geschichte um Livs Chef und seiner sexuellen Belästigung der Angestellten Platz. Wirklich kein einfaches Thema. Lyssa Kay Adams schreibt so, dass sehr deutlich wird, wie problematisch diese Thematik ist, wie gerissen und skrupellos die Täter und wie eingeschüchtert teilweise die Opfer sind. Es gibt genug Raum für den Ernst der Lage. Und trotzdem verliert das Buch seinen Humor und seinen Blick für die Liebesgeschichte in seinem Zentrum nicht. Macks und Livs Geschichte wird wirklich schön aufgebaut und um die Ungerechtigkeit, die sie zusammen bekämpfen wollen, herumerzählt. Mir hat das sehr gut gefallen.

…zu den Protagonisten:

Im ersten Teil war Liv mir tatsächlich sehr unsympathisch. Der Anfang dieses Buches hat daran nicht wirklich etwas geändert, sonder vielmehr den Grundstein für eine Entwicklung gelegt. Als Leser bekommt man immer mehr Einblick in Livs Gedanken, Gefühle und Motivationen. Ich muss sagen, dass sie mir in diesem zweiten Teil dann sehr schnell doch ans Herz gewachsen ist. Sie kämpft für das, was sie für richtig hält und auch, wenn sie dabei manchmal sehr naiv ist und wenig Empathie zeigt. Das hat mich manchmal massiv gestört, ist aber etwas, das sich im Verlauf des Buches zum Positiven ändert. Livs Vergangenheit spielt ebenfalls eine Rolle. Sie hat ein sehr schwieriges Verhältnis zu ihrem Vater und schert zu Beginn konsequent alle Männer über einen Kamm. Auch hier macht sie jedoch eine Entwicklund durch, und so entsteht ein vielschichtes Bild von einer Figur, die ich wirklich gelungen charakterisiert finde.

Braden Mack ist da für mich ähnlich. Auch er wirkt im ersten Band und am Anfang dieses zweiten Bandes sehr eindimensional. Arrogant, selbstverliebt. Schlicht: ein Macho. Dieses Macho-Gehabe ist jedoch nur das Äußere, was sehr schnell deutlich wird. Oft möchte er einfach helfen oder eine Freude machen, was dann fehlschlägt. Braden hat das Herz am richtigen Fleck, möchte endlich die wahre Liebe finden und vertritt tolle Werte. Er setzt sich für die Menschen ein, die ihm am Herzen liegen und das macht auch ihn zu einem tollen, sympathischen Charakter.

Die beiden zusammen haben immer wieder tolle Momente und ich fand es total schön zu sehen, wie Macks beharrliche Fürsorge und Freundschaft Liv langsam aber sicher aus der Reserve locken. Mack ist nicht aufdringlich oder anmaßend, lässt sich aber auch nicht einfach abwimmeln. Durch Livs Einstellung gegen Beziehungen ergibt sich so eine Dynamik, die ein schönes komplexes Bild einer Beziehung zeichnet. Nicht alles ist einfach und lässt sich durch genug Liebesroman-Weisheiten lösen, aber Probleme sind eben auch da, um angegangen und so aus dem Weg geräumt zu werden.

…zum Stil:

Lyssa Kay Adams schreibt wieder voller Humor und Leichtigkeit. Viele Konversationen zwischen den beiden Protagonisten sind so herzlich und witzig, dass es wirklich Spaß macht. Das Thema des Buches verlangt aber auch in einigen Passagen nach mehr Emotionen und Ernst, den es, wie oben bereits angemerkt, auch bekommt. Es gibt Streits, es gibt Konfrontationen.

Auch in diesem zweiten Band fand ich die Erzählperspektive wieder spannend, weil es auf der einen Seite Passagen gibt, die man ganz klar Liv oder Mack zuordnen kann und auf der anderen Seite auch Passagen, die, so habe ich es empfunden, scheinbar fröhlich zwischen den beiden hin und her springen. Ich fand diesen Wechsel sehr spannend.

Heißt also:

Mir hat der zweite Band von „The Secret Book Club“ sehr gut gefallen. Eine lustige Lektüre, die trotzdem ein wichtiges gesellschaftliches Thema aufgreift und toll behandelt.

Bewertung: 4.5 von 5.

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