Lovestar

Autor: Andri Snaer Magnason

Verlag: eichborn

Erschienen: 30.10.2020

Seitenzahl: 304

ISBN: 978-3-8479-0057-3


Am Anfang war nur ein Samenkorn. Alles wuchs aus diesem Samenkorn.

Darum gehts:

Der Konzern Lovestar kann Menschen fernsteuern. Vermarktet wird alles vom Tod bis zu Träumen. Auch die Liebe wird zugeteilt, doch genau dagegen währt sich ein Paar, während um sie herum das Chaos immer größer wird.

Das sage ich…

…zum Inhalt:

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich das Szenario, das in diesem Buch entworfen wird, wirklich spannend fand es aber am Ende in der Umsetzung für mich dann doch zu anders war. Das Konzept, mit dem Lovestar arbeitet und die Entdeckungen und Erfindungen, auf die die Fernsteuerung der Menschen zurückgeht sind wirklich intelligent geschrieben und ausgedacht. Die Thematik der Kontrolle und Beeinflussung ist meiner Meinung nach sehr aktuell und hat dadurch wirklich Wirkung entfaltet. Und trotzdem wird es von Kapitel zu Kapitel seltsamer und skuriler und hat mich dadurch am Ende leider wirklich verloren. Dazu kommt, dass ich viele der Ideen an sich zwar wirklich originell fand, sie aber meiner Meinung nach nicht den Raum bekommen haben, den sie gebraucht hätten, und zu schnell von anderen, noch ausgefalleneren Ideen abgelöst wurden.

…zu den Protagonisten:

Die Situation(en), in die die Figuren in diesem Buch gestellt werden, geben nur wenig Zeit die Figuren einzeln und für sich sehr auszuerzählen. Aber gerade der Leiter des Konzerns, der ebenfalls Lovestar genannt wird, und das Paar Sigridur und Indridi haben ihren Platz in der Geschichte.

Lovestar ist eine spannende Figur, weil er es geschafft hat praktisch über Nacht seinen Konzern und deren Tochterfirmen zu einem allgegenwärtigen und kontrollierenden Phänomen zu machen. Die Besessenheit von einer Idee und die Zielstrebigkeit, mit der er diese umsetzen will hat ihn mich auch immer wieder überraschen lassen.

Sigridur und Indridis Liebe ist nicht durch den Konzern vorgegeben und deshalb nicht erlaubt. Es ergibt sich ein interessanter Kampf gegen das System, den die beiden austragen und der einen als Leser einfach mitfiebern und mithoffen lässt, dass die Liebe stark genug ist und allem trotzen kann.

…zum Stil:

Ich hatte während des Lesens von „Lovestar“ oft das Gefühl durch die Geschichte zu laufen, ohne die Möglichkeit zu bekommen kurz stehen zu bleiben und mich umzuschauen. Magnasons Schreibtil ist so temporeich und in manchen Passagen so wenig beschreibend, dass er in Kombination mit den vielen abgefahrenen Ideen dazu geführt hat, dass ich mich einfach nicht richtig in die Geschichte hineingefunden habe.

Heißt also:

„Lovestar“ konnte mich leider nicht überzeugen. Eine sehr einfallsreiche und definitiv originelle Geschichte, aber für meinen Geschmack doch einfach zu skuril.

Bewertung: 3 von 5.

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