What if we Trust

Autorin: Sarah Sprinz

Verlag: LYX

Erschienen: 25.6.2021

Seitenzahl: 528

EAN: 978-3-7363-1490-0


Es war, als hätten sich an diesem Abend die wenigen Puzzleteile zu einem finalen Bild zusammen gesetzt.“ (S. 46)


Darum gehts:

Hope schreibt in ihrer Freizeit Fan-Fiction über ihren Lieblingssänger PLY. Fast niemand weiß von ihrer Geschichte, bis alles auf einmal passiert: Ein Verlag will ihre Geschichte veröffentlichen und sie lernt Scott, den sie sofort als PLY ohne Maske erkennt, persönlich kennen. Das Scott ganz anders ist, als sie gedacht hat und das ihre Fan-Fiction der Wahrheit näher kommt, als gedacht, macht das ganze erst richtig kompliziert.

Das sage ich…

...zum Inhalt:

Der Abschluss der „Vancouver“-Reihe ist gelungen! Man bekommt als Leser einen tollen Blick hinter die Kulissen und einen Eindruck davon, wie es in der Medienwelt und der Welt der Stars zugehen kann. Das Interessante ist vor allem , dass man durch die beiden Protagonisten zwei unterschiedliche Blickwinkel auf diese Hintergründe bekommt. Die Situationen sind sehr unterschiedlich und sind doch eng miteinander verbunden. Sarah Sprinz schafft es wirklich toll diese Fäden zu erzählen und miteinander zu verbinden. Hopes Fan-Fiction spielt eine wichtige Rolle und ich fand es toll, wie diese in das Buch eingebaut wurde.

Was mir außerdem super gefallen hat, sind die ganzen Themen, die in diesem Buch angesprochen werden. Es geht um Freundschaft und ihren Wert, es geht um Moral und die eigenen Ethikvorstellungen, aber auch darum, wie schwer das Leben im Rampenlicht sein kann und wie stark der Druck abzuliefern und einem bestimmtem Image zu entsprechen Menschen belasten kann. Mit sehr viel Feingefühl und wunderschönen Worten wurden auch hier die verschiedenen Thematiken miteinander verbunden und verwoben.

…zu den Protagonisten:

Hope war schon in den ersten Bänden sehr sympathisch. Hier bekommt man jetzt endlich einen näheren Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Sie ist eher ruhig und zurückhaltend in der Gruppe der ganzen Charaktere, weswegen man hier erst so richtig einen Eindruck von ihrem Charakter bekommt. Sie ist loyal, liebevoll, kreativ und irgendwie auch eine Träumerin.

Scott auf der anderen Seite bekommt nicht so viel Charakterisierung, was ich sehr schade fand. Auch er wirkt (nach ein paar Kapiteln…) sympathisch und wie ein wirklich toller Mensch. Er hat allerdings sehr mit dem Druck des Berühmt seins zu kämpfen und wirkt deswegen ein wenig eindimensional. Gegen Ende des Buches bricht das ein wenig auf, aber es hätte ruhig eine etwas längere Zeit geben können, in der man ihn wirklich kennenlernt und wie er wirklich ist.

…zum Stil:

Im dritten Band ihrer Reihe hat Sarah Sprinz angefangen bei ihren Beschreibungen von Gefühlen und Gedanken Farben mit einzubeziehen. Sie beschreibt zum Beispiel den Klang von Scotts Stimme als violett und Sätze, die er schreibt, als lila-blau. Genau so stelle ich mir Synästhesie vor und ich fand es hat dem ganzen noch eine weitere, poetischere Ebene gegeben. Es ist sehr gut dosiert eingesetzt, sodass es nicht zu viel oder zu abstrakt wirkt.

Heißt also:

Sarah Sprinz konnte mich wieder voll überzeugen. 🙂

Bewertung: 5 von 5.

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