Top 10 – Gründe warum es okay ist, Bücher abzubrechen

Wer auf meinem Blog schon ein paar Beiträge gelesen hat weiß, dass ich generell sehr positiv über Bücher schreibe. Wenn man viel liest bekommt man schließlich auch ein gutes Gefühl dafür, was einem gefallen könnte und die Wahrscheinlichkeit, dass man an ein Buch gerät, dass einem wirklich garnicht gefällt ist sehr gering. Trotzdem gibt es ab und zu genau diesen Fall. Und ja – man sollte nicht nach ein paar Sätzen aufgeben, aber es ist in Ordnung ein Buch zur Seite zu legen und nicht mehr zurückzukommen. Hier sind meine 10 wichtigsten Gründe genau dafür:


10. Erfahrung trauen

Egal, ob du schon selber Erfahrungen mit schlechten Büchern gemacht hast und deshalb bereits denkst, dass dieses dazugehört, oder ob es einfach die ersten Seiten und Kapitel sind, mit denen du bereits die Erfahrung gemacht hast, dass dir Buch X nicht gefällt – Es ist okay dieser Erfahrung einfach zu vertrauen. Wenn dir die ersten paar Kapitel nicht gefallen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass dir auch die weiteren nicht gefallen. Und diesem Erfahrungswert darfst du trauen und dem Ende aus dem Weg gehen.

9. Anderen eine Chance geben

Wenn du bereits das Gefühl hast, nicht mehr mit dem Buch warm zu werden, darfst du auch einfach anderen eine Chance geben es zu lesen – Denn egal wie wenig es dir gefallen hat, jemand anderem könnte es super gefallen. Geschmäcker sind verschieden und ein Buch abzubrechen sorgt dafür, dass du nicht weiter dabei bleiben musst und jemand anders vielleicht ein neues Buch entdecken kann.

8. Spoiler – Wenn der Überraschungseffekt verloren geht

Spoiler sind immer so eine Sache – Wichtige Handlungspunkte schon im Vorfeld zu erfahren ist für nicht jeden eine große Sache und auch die Frage, welche Informationen schon zu viel sind, wird sehr unterschiedlich beantwortet. Aber wenn du das Gefühl hast, das Buch wurde im Vorfeld schon ruiniert, weil du schon zum Beispiel schon weißt, wer der Mörder ist, darfst du auch abbrechen. Denn dann wird es ja nunmal auch langweilig und wenn dich Spoiler so sehr stören, wirst du das Buch danach vermutlich nicht mehr wirklich gut finden können.

7. Leseflaute vorbeugen

Gerade für Vielleser gibt es, denke ich, nichts frustrierenderes als eine Leseflaute – Man liest eigentlich das Bedürfnis zu lesen und gleichzeitig gibt es gerade einfach kein Buch, das einen richtig motiviert zu lesen und dran zu bleiben. Und in genau diese Leseflauten führen oft Bücher, die einen frustrieren und durch die man sich durchkämpft. Also- Brich lieber ein Buch ab, als danach einfach für eine Weile keine Lust mehr zu haben überhaupt zu lesen.

6. Zeit sparen

Ich bin im Moment noch nicht voll berufstätig. Aber selbst ich als Studentin kenne Phasen, in denen ich nicht weiß, wo mir der Kopf steht und ich viel zu viel zu tun habe. Lesen sollte eine Hilfe zur Entspannung sein und die Freizeit bereichern. Gerade wenn man davon relativ wenig hat, ist die Zeit einfach zu schade für ein Buch, das einem nicht gefällt und das einen einfach nicht packt. Spar die Zeit und investier diene Freizeit in ein Buch, das dich begeistert.

5. Themen vermeiden

Nicht immer wird direkt deutlich, mit welchen Themen ein Buch umgeht. Aber es gibt nunmal Themen, die uns negativ beeinflussen bzw. denen wir lieber aus dem Weg gehen. Sei es, weil sie unangenehme Erinnerungen in uns hervorrufen, wir uns so viel mit ihnen beschäftigen, dass wir nicht auch noch in unserer Freizeit Bücher darüber lesen wollen, oder einfach weil wir sie als zu problematisch erachten und uns dem nicht aussetzen wollen. Und auch wenn ich finde, dass man sich immer jedem Thema gegenüber eine gewisse Offenheit bewahren und bereit zur Diskussion sein sollte, ist es total Okay, wenn du ein Buch abbrichst, weil du in deiner eigenen freien Zeit und zu deiner Unterhaltung nicht auch noch diese Auseinandersetzung möchtest oder dich aktiv schützen willst. Und wer weiß? Vielleicht geht es dir bald anders mit der Thematik und du kommst noch einmal zurück?

4. Langeweile vermeiden

Bücher sollen sehr oft einfach unterhalten. Wenn du nicht gerade zu Recherche oder Bildungszwecken liest, soll dir ein Buch Spaß machen. Wenn es dich aber einfach nicht packt und du das Gefühl hast, die Handlung plätschert nur so vor sich hin, darfst du das Buch auch einfach aus dem Grund weglegen, dass es dich langweilt – Es ist schließlich dein Buch und deine Lesezeit.

3. Verständnisprobleme

Sei es Fachliteratur, Belletristik oder Sachbuch – Manchmal hat man einfach das Gefühl nicht folgen zu können. Und das bedeutet nicht, dass man dumm ist oder nicht richtig liest. Wir nehmen Dinge unterschiedlich auf und haben unterschiedliche Wahrnehmungen. Und die ganze Zeit das Gefühl zu haben der Geschichte oder den Infos auf den Seiten nicht folgen zu können, nimmt wirklich den Spaß. Du darfst das als Grund nehmen das Buch einfach aus der Hand zu legen.

2. Prinzipien treu bleiben

Wie vorhin geschrieben, finde ich eine Offenheit und Diskussionsbereitschaft wichtig. Aber genau wie bei bestimmten Themen, finde ich auch, dass man beim Lesen durchaus seine Prinzipien an erste Stelle stellen darf. Sei es ein bestimmtes Verhalten, ein Lebensentwurf, eine politische Einstellung – Du solltest andere nicht verurteilen und respektvoll bleiben, aber ich finde auf keinen Fall, dass du dich diesen Dingen mehr aussetzen musst, als du willst. Wenn du in deiner Freizeit nicht darüber lesen willst – leg das Buch weg. Und auch wenn du aufgrund der Einstellung der Autorin/des Autors ihre/seine Werke nicht mehr unterstützen willst – leg das Buch aus der Hand.

1. Auf das Bauchgefühl hören

Dieser Punkt fasst wieder ein bisschen die vorherigen zusammen. Hör auf dein Bauchgefühl. Bücher sollten wir ein gutes Gefühl geben, dich zum Nachdenken anregen. Aber wenn du beim Lesen ein ungutes Gefühl hast, leg das Buch weg! Sei es weil dir die Beschreibungen von Gewalt in Krimis oder Thrillern zu nahe gehen, du bei einigen Figuren und ihrem Verhalten ein schlechtes Gefühl bekommst oder ähnliches – Du darfst Bücher aus einfach wegen eines unguten Gefühls weglegen! 🙂

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