Silbernes Feuer

Autorin: Sarah. J. Maas

Verlag: dtv

Erschienen: 20.10.2021

Seitenzahl: 816

ISBN: 978-3-423-76334-9


Zählte sie denn? War sie es überhaupt wert?“ (S. 543)

Darum gehts:

Seit Nesta ungewollt zur Fake geworden und Kräfte bekommen hat, die sie selber nicht versteht, fühlt sie sich am Hof Fehl am Platz. Nun soll sich das ändern und kein anderer als Cassian soll mit ihr dabei helfen.

Das sage ich…

…zum Inhalt:

Im Allgemeinen muss ich sagen, dass mich die letzten Bücher, die ich von Sarah. J. Maas gelesen habe eher enttäuscht haben. Die Original-Trilogie dieser Reihe mochte ich sehr gerne und ich habe mich sehr darauf gefreut einmal wieder Fantasy zu lesen. Auch weil Nesta in der Originalreihe als Nebencharakter wirklich spannend war, wenn auch nicht besonders sympathisch. Am Ende blieb aber auch dieses Buch leider hinter meinen Erwartungen zurück.

Mir hat die Geschichte gut gefallen und die Spannung, die am Ende aufgebaut wird, ist wieder sehr gelungen. Es steht viel auf de Spiel und man fiebert richtig mit! Wie Sarah J. Maas Nestas Verwandlung in der Originalreihe hier weiterentwickelt und weiterführt hat sehr gut funktioniert und die Welt ist nach wie vor wirklich fantastisch geschrieben. Es gibt Momente voller Action, Momente voller Emotionen und viele Wendungen. Das Problem war leider, dass diese besagt Spannung erst in der zweiten Hälfte des Buches richtig zum tragen kam. Bis dorthin zog es sich leider echt ein wenig und die Nebenplots, die hier aufgemacht und erzählt werden, funktionieren nicht immer. Gerade Feyre und Rhysand, die zentralen Figuren der letzten beiden Bücher wirken hier manchmal Fehl am Platz, obwohl sie einige tolle Momente bekommen.

Ansonsten ist dieses Buch deutlich mehr charaktergetrieben, als die anderen, was mir an sich sehr gut gefallen hat. Dazu im nächsten Punkt mehr.

…zu den Protagonisten

Nesta ist, wie bereits angemerkt, schon als Nebenfigur wirklich interessant gewesen. Sie hat eine faszinierende Geschichte und sie hier noch einmal in einem Buch in den Fokus zu nehmen und ihre Entwicklung und ihre Gedanken mehr zu erzählen war eine wirklich gute Entscheidung. Sie bekommt deutlich mehr Tiefe und Komplexität, da man als Leser*in nun nicht nur ihr oft kaltes und unfreundliches Verhalten nach Außen sieht, sonder durch die Erzählstimme auch mehr über ihre Motivationen und ihren Schmerz über ihre Verwandlung und ihre Vergangenheit erfährt.

Cassian fand ich ebenfalls wieder einen tollen Charakter und auch er wird hier noch einmal deutlich dreidimensionaler. Es war toll auch über ihn und seine Ansichten noch einmal mehr zu erfahren.

Das Verhältnis zwischen den beiden hat sich allerdings nicht immer gut funktioniert. Manchmal wirkte dieses Buch wie ein Dark Romance Buch und die Beziehung zwischen den beiden sehr oberflächlich und plump. Auch wenn sie ihre Momente haben, wirken sie oft weniger verliebt, als nur ungesund aufeinander fokussiert.

… zum Stil

Wie bei eigentlich jeden Sarah. J. Maas Buch war der Schreibstil wieder sehr durchwachsen. Es gab Passagen, in denen mit tollen Beschreibungen und sehr sprachgewaltig Atmosphäre erzeugt und Gefühle vermittelt werden. In anderen wiederum wirkt die Sprache sehr krass und plump. Ich habe auch dieses Buch auf Deutsch gelesen, bin mir also nicht sicher, ob dieser Umstand der Übersetzung zuzuschreiben ist, gehe bei einem so großen Verlag und einer so großen Autorin allerdings nicht davon aus.

Heißt also:

Dieses Buch hat mir zwar gefallen, aber ich habe eigentlich mehr als das erwartet.

Bewertung: 3 von 5.

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