The Girl in the Lovesong

Autorin: Emma Scott

Verlag: LYX

Erschienen: 26.8.2022

Seitenzahl: 512

ISBN: 978-3-7363-1764-2


Miller und ich pendelten hin und her, aber wir kamen immer wieder zurück.“ (S. 492)

Darum gehts:

Seit Violet Miller das Leben gerettet hat, ist für ihn klar, dass er mehr möchte, als die Freundschaft, die die beiden danach aufgebaut haben. Aber die Situation ist kompliziert und so entsteht ein auf und ab, währen Miller versucht sich als Musiker zu beweisen.

Das sage ich…

…zum Inhalt:

In diesem Buch gab es so einige Momente, die mir gezeigt haben, warum ich manche von Emma Scotts Büchern unglaublich stark fand. Ebenso, und diese Momente überwiegen leider, gab es aber oft das Gefühl, dass dieses Buch eines ihrer schwächeren ist. Geschichten über Musiker oder solche, die es werden wollen, funktionieren eigentlich immer gut und doch hat mir hier das gewisse Etwas gefehlt. Vor allem liegt das wohl daran, dass die Geschichte sehr lange braucht, um den Kern dessen, was sie erzählen will, zu erreichen. Es fühlt sich nach viel Vorgeschichte und wenig eigentlicher Substanz an. Dieses Gefühl wird auf der einen Seite dadurch gefördert, dass zwar oft erwähnt wird, wie nah sich Miller und Violet eigentlich stehen, es aber selten gezeigt wird, indem die Freundschaft in den Fokus gestellt wird. Ein weiterer Punkt ist der Umgang mit Millers Krankheit. Sie bewirkt indirekt den Beginn der Freundschaft und ist auch sonst für viel der Dramatik dieses Buches verantwortlich – oft wirkt sie dadurch einfach wie ein Mittel zum Zweck und ohne großen Grund dramatisiert dargestellt. Auch über das Thema der Kinderarmut, dass angeschnitten wird, lässt sich ähnliches sagen.

So negativ dieser erste Absatz jetzt klingt: In Kapiteln und Abschnitten, in denen dieses Buch stark ist, ist es richtig stark! Es zeigt sich wieder einmal, warum Emma Scott so ein großer Name in der YA/Romance-Literatur ist. Die Liebe wird fühlbar und die Momente zwischen den beiden Protagonisten, die funktionieren sind sehr romantisch und wahnsinnig schön zu lesen.

…zu den Protagonisten:

Für mich hat man sowohl über Miller, als auch über Violet tendenziell zu wenig erfahren. Zwar werden Leidenschaften und Gefühle genannt/beschrieben, aber oft beziehen sie sich auf einander oder in Millers Fall auf die Musik. Beide wirkten deshalb manchmal eindimensional. Und dabei zeigte sich auch hier oft das Potenzial: Denn gerade die Familiensituationen der beiden und der Umgang damit war oft sehr gut beschrieben und ließ wirklich viel über die Persönlichkeiten der beiden erkennen. Das gleiche gilt für die starken Momente zwischen den beiden, in denen sehr deutlich wird, warum hier am Ende aus einer Freundschaft eine Liebe entsteht. Als Leser:In hat man am Ende ein sehr gutes Gefühl dafür, was die Beiden aneinander begeistert, was mir wirklich gefallen hat.

…zum Stil:

Wie eigentlich immer bei Emma Scotts Büchern, lässt sich festhalten, dass diese Autorin manchmal eine Tendenz zu sehr kitschigen Liebeserklärungen und sehr dramatisch erzählten Gefühlen hat. DAs ist an sich nichts schlechtes, wirkt hier aber oft zu viel des Guten. Gerade weil andere Momente zeigen, wie gut sie auch in einfacheren, weniger großen Worten Gedanken und Gefühle einfangen kann. Und gerade diese Momente waren es dann, die für mich sehr wirkungsvoll waren.

Heißt also:

„The Girl in the Lovesong“ ist bei weitem nicht Emma Scott stärkstes Buch – Hat aber viele Momente, in denen es eine wirklich tolle, romantische Geschichte erzählt!

Bewertung: 3 von 5.

1 Kommentar zu „The Girl in the Lovesong“

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