Words we Share

Autorin: Josi Wismar

Verlag: Heyne

Erschienen: 9.11.2022

Seitenzahl: 384

EAN: 978-3-453-42522-4


Manchmal überkommt uns die Emotionen, und wir müssen in Raum geben, um sie zu verarbeiten. (S. 245)

Darum gehts:

Tia zieht nach Amber Falls und beginnt dort einen Job in einer Buchhandlung. Sie fühlt sich wohl und ist froh, dass sie nach einer schweren Entscheidung hier endlich neu anfangen kann. Besonders als sie dann Jake kennenlernt.

Das sage ich…

…zum Inhalt:

Mit den ersten beiden Bänden der Amber Falls-Reihe habe ich mich ein bisschen schwer getan. Und auch dieser dritte Teil hat leider klar seine Schwächen. Trotzdem fand ich „Words we Share“ einen gelungenen Abschluss und für mich den besten Teil der Reihe. Das Setting ist wunderschön gewählt und zum Wohlfühlen, die Figuren sind sympathisch und die Thematiken rund um Leistungssport und den damit verbundenen Leistungsdruck sind wichtige Themen, die nicht oft genug behandelt und bearbeitet werden können. Allerdings bleibt Josis Geschichte hier oft an der Oberfläche. So kurzweilig die Handlung ist, so wenig geht sie in manchen Passagen in die Tiefe und die Substanz. Zum Inhalt kann also abschließend gesagt werden, dass es eine nette, kurzweilige Handlung mit einer wirklich gut gewählten Thematik gibt, die allerdings oft unter ihren Möglichkeiten bleibt.

…zu den Figuren:

Beide Hauptfiguren sind sofort sympathisch und führen gut durch die Handlung. Gleichzeitig hat mir bei beiden die Entwicklung gefehlt. Die Charaktere wachsen und entwickeln sich im Verlaufe des Buches und trotzdem hätte ich mir mehr gewünscht.

Jake ist ein guter Kerl der sehr offen mit seinen Gefühlen umgeht und sich wirklich um Tia bemüht, was ihn den Lesenden sofort nahebringt. Auf der anderen Seite wirkt er in manchen Passagen auch zu gut – denn seine Offenheit und sein Interesse an Tia wirken gerade zu Beginn oft sehr abrupt und dadurch doch manchmal unrealistisch.

Tia bekommt mehr Entwicklung als Jake und man kann hier als Leser*in gut mitverfolgen, wie sie sich immer mehr öffnet und immer mehr befreit und selbst findet. Das hat mir sehr gefallen. Auf der anderen Seite gab es auch hier Passagen, in denen mehr hätte passieren können.

..zum Stil:

Zu Josi Wismars Stil habe ich auch beim dritten Band wieder sehr gemischte Gefühle. Sie schafft es die Lockerheit und den Ton der Menschen im Alter der Figuren gut einzufangen. Auf der anderen Seite ist es doch oft repetitiv und es werden Formulierungen und Satzstrukturen benutzt, die sich falsch anhören oder sogar falsch sind. Besonders aufgefallen ist bei „Words we Share“ auch, wie oft Namen eingeschoben werden und Figuren mit Namen angesprochen werden. Das irritiert an manchen Stellen sehr!

Heißt also:

Dieser dritte Band ist der beste der Reihe – die ist allerdings leider als Ganzes eher schwach.

Bewertung: 3 von 5.

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